Freitag, 25. November 2016

Flüchtling Abeil (17) hätte legal reisen dürfen

Die Ermittlungen zur Zugtragödie vom Montagabend am Bozner Bahnhof haben ein schockierendes Detail zu Tage gebracht: Der 17-jährige Flüchtling aus Eritrea, der bei einem waghalsigen Sprung auf einen Güterzug sein Leben verloren hat, hätte legal ins Ausland reisen dürfen - ohne jedes Risiko.

Nur wenige Hunderte Meter vom Bozner Bahnhof entfernt hat Abeil Temesgen (17) aus Eritrea am Montag sein Leben verloren.
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Nur wenige Hunderte Meter vom Bozner Bahnhof entfernt hat Abeil Temesgen (17) aus Eritrea am Montag sein Leben verloren.

Abeil Temesgen (17) aus Eritrea hat die Flucht durch Afrika, er hat die Hölle von Libyen, er hat das Mittelmeer überlebt. Die vermeintlich leichteste Etappe wurde ihm aber zum Verhängnis. Er sprang auf einen Güterzug (STOL hat berichtet), um so illegal über die Grenzen zu seinem Bruder nach Deutschland zu kommen. Und kam dabei ums Leben.

Wie das Tagblatt "Dolomiten" am Freitag schreibt, hätte er allerdings ganz legal reisen dürfen: Als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling hätte er das Recht auf Familienzusammenführung gehabt.

D/ih

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Mehr Details über diese Tragödie und das Schicksal vieler Flüchtlinge lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der Tageszeitung Dolomiten.

stol