Freitag, 15. Januar 2016

Flüchtlinge: In Nordtirol vermehrt Personen zurückgewiesen

Die Deutsche Polizei schickt nicht nur zunehmend mehr Flüchtlinge nach Salzburg und Oberösterreich zurück, sondern auch nach Nordtirol.

Flüchtlinge in München. Immer mehr müssen zurück nach Nordtirol.
Flüchtlinge in München. Immer mehr müssen zurück nach Nordtirol.

Von 1. bis 14. Jänner wurden 331 Personen zurückgewiesen, teilte die Polizei der APA mit. Die meisten dieser Migranten, nämlich 78, würden aus Marokko stammen, gefolgt von Nigeria mit 61 und Afghanistan mit 35 Personen. Auch die Asylanträge würden stetig steigen.

Die restlichen, zurückgeschobenen Flüchtlinge verteilen sich auf zahlreiche Länder – darunter etwa Algerien, Gambia, Ghana, Iran, Pakistan, hieß es seitens der Polizei am Freitag.

Die Menschen, die bereits in Deutschland registriert worden seien, würden in Nordtirol „fremdenpolizeilich behandelt“. Wie viele davon Asylanträge gestellt haben, konnte die Exekutive nicht sagen. Genaue Zahlen lägen nicht vor. „Wir stellen aber vermehrt fest, dass afrikanische Migranten von Deutschland zurückgewiesen werden, und diese dann bei uns Asylanträge stellen“, erklärte eine Beamtin.

Die Zahl der Rückschiebungen habe jedenfalls signifikant zugenommen. Zum Vergleich: Im gesamten Dezember seien in Tirol 225 Personen aus Deutschland rückübernommen worden, im November 177.

Die Tiroler Polizei registrierte zuletzt generell eine steigende Zahl an Migranten, die Asylanträge stellen würden. Allein im Jänner waren es 297, der Großteil mit 147 aus Afghanistan. 35 Personen stammten aus Syrien. Die restlichen kam aus Ländern wie Iran, Irak, Algerien, Gambia, Nigeria, Pakistan und Somalia.

apa/dpa

stol