Offiziell wird nur so viel bestätigt: Das Angebot kommt von privater Seite. „Es ist noch verfrüht, darüber etwas zu sagen. Die Verhandlungen mit dem Land laufen“, betonte Bezirkspräsident Edmund Lanziner.Die Oberplanitzinger sind wenig erfreut über die Aussicht, ein Flüchtlingsquartier zu bekommen. „Im Dorf wird geredet, aber Genaues haben wir nichts gehört“, sagt Florian Kritzinger, der SVP-Ortsobmann von Oberplanitzing. Der Ort sei klein, und die Leute sähen nicht ein, weshalb sie die Last tragen sollten. „Wir werden uns dagegen wehren“, betont Kritzinger.Die Kalterer Bürgermeisterin Gertrud Benin Bernard weiß dazu noch wenig. „Mit der Gemeinde hat niemand geredet“, sagt sie. Die Initiative sei von Privaten ausgegangen, die ihre Gebäude als Flüchtlingsunterkunft vermieten wollen. Die Eigentümer hätten sich aber nicht an die Gemeinde gewandt. Nähere Informationen gebe es daher derzeit nicht.Der Bezirk Überetsch/Unterland muss – zusätzlich zur Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände der Mercanti-Kaserne in Eppan – noch Platz für 150 Asylwerber bereitstellen. Gleich mehrere Gebäude stehen derzeit in Aussicht: in Leifers, in Auer, in Neumarkt und nun auch in Oberplanitzing. Es handelt sich ausnahmslos um Gebäude in privatem Eigentum.br/stol____________________________________________________________Mehr dazu lesen Sie im Tagblatt "Dolomiten" am Freitag.