Montag, 05. Dezember 2016

Flüchtlinge starben nicht an Erfrierung

Nach einer Flüchtlingstragödie mit 2 toten Migranten auf einem Güterzug in Österreich steht das Ergebnis der Obduktion fest: Die beiden Flüchtlinge sind nicht wie zunächst angenommen in ihrem Versteck erfroren, wie das Nordtiroler Landeskriminalamt am Montag mitteilte.

Die Flüchtlinge starben nicht an Erfrierung, wie sich heraus stellte.
Die Flüchtlinge starben nicht an Erfrierung, wie sich heraus stellte.

Die Verunglückten seien aber wohl aufgrund der Kälte beeinträchtigt gewesen. Der Mann und die Frau wurden nach Informationen der Polizei in der Nacht zum Samstag überrollt, als die auf dem Güterzug transportierten Lastwagen losfuhren. Der Lkw-Fahrer hatte die Migranten in der Nacht aufgrund der Dunkelheit nicht gesehen.

Ein weiterer Mann wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Sein Zustand war am Montag immer noch kritisch. Die Identität der Opfer war weiter unklar. Die Ermittlungen gestalteten sich sehr schwierig, hieß es von der Behörde.

Der Zug war am Freitag im italienischen Verona gestartet und über den fast 1400 Meter hohen Brenner nach Österreich gefahren. Dort war es in der Nacht zum Samstag eisig kalt. Die Migranten hatten vermutlich versucht, nach Deutschland zu gelangen.

apa/dpa

stol