Donnerstag, 01. Juni 2017

Flüchtlinge: Über 60.000 seit Anfang 2017 in Italien eingetroffen

Die Zahl der Flüchtlinge, die seit Anfang 2017 über das Mittelmeer nach Italien gekommen sind, ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 stark angestiegen.

Wie geht es weiter für die tausenden Flüchtlinge in Italiens Lagern?
Wie geht es weiter für die tausenden Flüchtlinge in Italiens Lagern?

60.200 Migranten erreichten die italienische Küste seit Jahresbeginn, das sind 25,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016, wie das Innenministerium in Rom am Donnerstag mitteilte.

Aus Westen Nordafrikas
Die meisten 2017 eingetroffenen Migranten stammen aus Nigeria, Bangladesh und Guinea, Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) und Gambia. Italien versorgt derzeit etwa 180.000 Flüchtlinge in Hotspots und anderen Einrichtungen.
Im Rahmen des Relocation-Programms wurden bisher 6.193 Flüchtlinge in 18 Länder verteilt. 1.007 Relocation-Anträge wurden vom italienischen Innenministerium bereits angenommen.

Österreich hat in Italien einen ersten Antrag für die Aufnahme von 15 unbegleiteten Minderjährigen, Familien und anderen schutzbedürftigen Personen im Rahmen des EU-Umverteilungsprogramms gestellt. Der Antrag wird jetzt vom Innenministerium in Rom geprüft.

Wien will verhandeln
Das Innenministerium in Wien hat Italien seine Bereitschaft signalisiert, insgesamt 50 Personen aufzunehmen. Dies soll in zwei Tranchen von 15 Personen und einer weiteren von 20 Flüchtlingen erfolgen.
Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die von der nordafrikanischen Küste nach Italien kamen, hatte 2016 einen neuen Höchststand erreicht. 181.000 Flüchtlinge wurden im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht. 2015 waren es noch 170.000 gewesen. Für heuer rechnet Italien mit einem neuen Rekordhoch bei der Zahl der Flüchtlingsankünfte.
apa

stol