Rund 300 Frauen und Männer aus Libyen, Ghana und Togo sind nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde in der Hansestadt gestrandet, obwohl sie eigentlich von Italien hätten betreut werden müssen.Etliche von ihnen seien obdachlos, weil sie in der Bundesrepublik keinerlei Anspruch auf Unterstützung haben. Sie hätten keine Arbeitserlaubnis und keinen Recht auf Unterbringung und Sozialleistungen, erklärte Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele (SPD).Die Stadt bemühe sich zwar, für die obdachlosen Flüchtlinge Unterkünfte und Hilfe zu organisieren. Scheele schränkte jedoch ein: „Es wäre unverantwortlich, falsche Erwartungen zu wecken; die Rückreise ist die einzige Option.“Das Bundesinnenministerium hatte im März in einem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Brief an die Ausländerbeauftragten der Länder geschrieben, dass Italien Flüchtlingen bis zu 500 Euro zahle, wenn sie das Land verließen.Außerdem würden ihnen Fremdenpässe und jeweils drei Monate gültige Aufenthaltstitel für das gesamte Schengengebiet ausgestellt – also für jene europäischen Länder, zwischen denen es keine Grenzkontrollen mehr gibt.dpa