Freitag, 10. Juli 2015

Flüchtlingsboot vor Tunesien gesunken: Zehn Leichen geborgen

Die Zahl der verunglückten Migranten im Mittelmeer nimmt weiter zu. Ein aus Libyen abgefahrenes Migrantenboot mit Dutzenden Menschen an Bord ist vor der tunesischen Küste gesunken, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Freitag berichtete.

Archivbild
Archivbild

Zehn Leichen wurden geborgen, weitere 20 wurden gesichtet, berichtete die tunesische Küstenwache.

Die Tragödie ereignete sich unweit des Hafens El Keter in Ben Guerdane, berichtete ANSA. Das Boot war in Richtung Süditalien unterwegs. Noch unklar ist, ob einige Migranten das Unglück überlebten. Die Leichen wurden zum Hafen El Ketef zur Identifizierung gebracht.

Die italienische Küstenwache hatte erst am Donnerstagabend zwölf tote Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer geborgen. Die Menschen seien auf einem sinkenden Schlauchboot rund 70 Kilometer vor der libyschen Küste ums Leben gekommen, berichteten italienische Einsatzkräfte. Die Suche nach weiteren Opfern sei erfolglos geblieben.

Seit Donnerstag wurden bei acht Einsätzen 823 Migranten gerettet, teilte die italienische Küstenwache mit. Immer wieder sterben Flüchtlinge auf der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer nach Europa. Im ersten Halbjahr 2015 kamen nach UNO-Angaben dabei mehr als 1.800 Menschen ums Leben.

apa

stol