Das Chaos im britischen Luftverkehr könnte nach Darstellung des Flughafenbetreibers BAA über Weihnachten hinaus anhalten. Bis kommenden Mittwoch könne „höchstens ein Drittel“ der ursprünglich geplanten Flüge abgewickelt werden, teilte BAA am Montag in London mit. „Reisende sollten sich auf weitere Verspätungen und Flugstreichungen in den kommenden Tagen und möglicherweise bis über Weihnachten hinaus einstellen“, hieß es in einer Mitteilung.Der ehemalige Staatsbetrieb BAA betreibt den größten europäischen Flughafen in London-Heathrow sowie den Flughafen London-Stansted und weitere Airports in Großbritannien. Das Unternehmen sperrte am Montag zwei der fünf Terminals. Die Betreuung der Reisenden sei nicht möglich, wenn täglich mehr neue Passagiere in den Terminals ankämen, als von Flugzeugen abtransportiert werden könnten, sagte BAA-Vorstandschef Colin Matthews.Die fundamentale Frage für tausende Menschen in den Terminals laute: „Wann geht mein Flug?“, sagte Matthews in der BBC. „Die kann keiner beantworten.“ Matthews verteidigte die Arbeit seiner Gesellschaft. Heathrow sei ein besonderer Flughafen mit sehr vielen Flugzeugen und sehr wenig Platz. Das Schneeräumen sei erschwert. Äußerst zäh verläuft der Flug-Betrieb auch in Paris und Frankfurt.Neuer Wintereinbruch legt Airport Frankfurt lahmNachdem sich die Lage in Frankfurt zu normalisieren schien, hat plötzlich einsetzender Schneefall den Flughafen am Dienstagmorgen erneut vor massive Probleme gestellt. Nach einer anfangs ruhigen Nacht zwangen die Flocken das wichtigste deutsche Luftdrehkreuz zum Stillstand. Von 5 Uhr an waren weder Starts noch Landungen möglich, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. Anders als zunächst angenommen müsse daher auch am Dienstag „mit erheblichen Verzögerungen und Flugausfällen“ gerechnet werden. Gegen 2 Uhr am Morgen hatte bei freien Pisten alles noch auf eine Entspannung der Lage hingedeutet. „Wir haben nicht mehr damit gerechnet, weil wir vom Wetterdienst andere Vorhersagen hatten“, sagte Fraport-Sprecher Uwe Witzel.dpa