Mittwoch, 20. Juni 2018

Flugrettung: 2017 mehr als 3000 Einsätze

Zu 3304 Rettungseinsätzen sind die Flugretter von Pelikan 1 und 2 sowie des Aiut Alpin Dolomites im vergangenen Jahr abgehoben.

Pelikan 1 und 2 sowie der Aiut Alpin waren im vergangenen Jahr 2037 Stunden in der Luft. - Foto: LPA/HELI
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Pelikan 1 und 2 sowie der Aiut Alpin waren im vergangenen Jahr 2037 Stunden in der Luft. - Foto: LPA/HELI

Sie haben 3107 Patienten transportiert und waren insgesamt 122.229 Minuten – oder 2037 Stunden – in der Luft. Im Schnitt bedeutet das neun Einsätze und 335 Flugminuten pro Tag. Ein besonderer Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Einführung der sogenannten Tagesrandflüge am 6. November, seither sind Rettungsflüge von 6 bis 22 Uhr möglich. Die Gesamtkosten für die Einsätze des Vereins „HELI Flugrettung Südtirol – Elisoccorso Alto Adige“ und des Aiut Alpin Dolomites lagen 2017 bei 10.794.385 Euro. Knapp 2.218.300 Euro kosteten die Dienste des Aiut Alpin. Diese werden direkt mit dem Sanitätsbetrieb verrechnet. Die Einsätze des Vereins HELI schlugen mit insgesamt 8.354.463 Millionen Euro zu Buche. Dazu kommen rund 230.000 Euro für den Brandschutzdienst an der Heli-Basis. Am Dienstag hat die Landesregierung die Abschlussrechnung des Vereins genehmigt und grünes Licht für den Finanzierungsplan 2018 gegeben.

2,8 Millionen Euro effektive Kosten

Laut Gesundheitslandesrätin Martha Stocker „belaufen sich die effektiven Kosten für den Steuerzahler für 2017 auf rund 2,8 Millionen Euro, den weitaus größten Teil können wir über Kostenrückerstattungen verrechnen.“ Zum einen würden die Einsatzkosten ausländischen Patienten und Versicherungen in Rechnung gestellt, zum anderen würde der Transport von Personen, die nicht in Südtirol ansässig sind, mit ihren jeweiligen Sanitätsbetrieben verrechnet.

Nicht gerechtfertigter Einsatz kostet Patienten 1000 Euro

Die Kosten einer Flugminute sind im Oktober 2015 von 100 auf 140 Euro erhöht worden. Auch das habe zur Entlastung der öffentlichen Hand beigetragen. Dazu komme die Verrechnungen der Tickets für Südtiroler Patienten über den Südtiroler Sanitätsbetrieb. „Für einen gerechtfertigten Einsatz kostet das Ticket 100 Euro. Wenn allerdings nachgewiesen werden kann, dass ein Einsatz medizinisch nicht notwendig war, werden 1000 Euro in Rechnung gestellt“, rechnet die Landesrätin vor.

Grünes Licht für Finanzierungsplan 2018

Gleichzeitig mit der Genehmigung des Jahresabschlusses 2017 des Vereins„ HELI Flugrettung Südtirol – Elisoccorso Alto Adige“ gab die Landesregierung auch grünes Licht für den Finanzierungsplan 2018. Der Haushaltsvoranschlag beläuft sich auf 9.415.768 Euro. Diesen Betrag wird der Südtiroler Sanitätsbetrieb dem Verein in monatlichen Raten auszahlen. Die Kosten für die Einsätze des Aiut Alpin Dolomites werden für das Jahr 2018 auf 2.350.000 Euro geschätzt.

lpa

stol