Dienstag, 21. Mai 2019

Flugrettung Südtirol: Mehr Einsätze, mehr gerettete Personen

Zu insgesamt 3566 Rettungseinsätzen sind die Flugretter von Pelikan 1 und 2 sowie des Aiut Alpin Dolomites im vergangenen Jahr abgehoben. Das entspricht einer Zunahme von knapp 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ähnlich die Zunahme der versorgten Patienten, die mit 3365 Personen ebenso um über 8 Prozent angewachsen sind. Das ist ein Auszug der Leistungsbilanz, die Georg Rammlmair, Präsident des Vereins „HELI - Flugrettung Südtirol“ bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag vorgelegt hat.

Foto: Flugrettung Südtirol
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Foto: Flugrettung Südtirol

„Das Jahr 2018 ist durch eine deutliche Zunahme der Einsätze gekennzeichnet“, erklärte Rammlmair und verwies auf die Statistik der vergangenen Jahre.

„Wir haben im vergangenen Jahr mehr Einsätze geflogen wie in den Jahren zuvor und dabei auch deutlich mehr Personen retten können“.

Während die Südtiroler Flugrettung 2017 insgesamt 3304 Mal (122.229 Flugminuten) abgehoben ist, flog sie im Vorjahr 3566 Einsätze (137.288 Flugminuten). 96 Prozent aller Einsätze wurden in Südtirol geflogen sowie 132 in den Nachbarprovinzen Trient, Belluno, Verona, Brescia, Sondrio und Treviso.

Was die Herkunft der Patienten betrifft, stammten 53 Prozent aus Südtirol, 32 Prozent aus dem Ausland und 15 Prozent aus anderen italienischen Provinzen.

Tagesrandflüge klare Verbesserung der Rettungskette

Auch die sogenannten Tagrandflüge konnte im vergangenen Jahr erfolgreich fortgeführt werden.

„Durch diese Rettungseinsätze nach Sonnenuntergang kann die Rettungskette in Südtirol deutlich verbessert werden“, erklärte Marc Kaufmann, Primar des betrieblichen Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin. Zwischen Jänner und Dezember 2018 sind die drei Rettungshubschrauber 243 Mal zu Einsätzen in der Dunkelheit abgehoben und dabei zu Notfällen geeilt.

Auch die Kostenentwicklung der Flugrettung ist durchaus positiv. Wie HELI-Direktor Ivo Bonamico berichtete kostete sie den Steuerzahler im vergangenen Jahr etwa 2,7 Millionen Euro, das Jahr davor waren es 125.000 Euro mehr gewesen. „Die Südtiroler Flugrettung ist ohne Zweifel ein Beispiel dafür, dass man einen höchst professionellen Dienst auch kostengünstig anbieten kann“, betonte Bonamico.  

stol

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