Zurück zu führen ist diese Zunahme einmal mehr auf das gestiegene Touristen-Aufkommen – aber auch darauf, dass der Notarzthubschrauber Pelikan 3 vergangenes Jahr 365 Tage im Einsatz war – und nicht mehr nur saisonal wie vorher.<BR /><BR />Die Zahl der Flugrettungseinsätze steigt – abgesehen vom Corona-Knick – seit 10 Jahren kontinuierlich an. Etwas mehr als die Hälfte der geretteten Patienten sind nach wie vor Südtiroler: 52,76 Prozent (siehe Grafik unten). <BR /><BR />Prozentuell leicht gestiegen ist 2023 der Anteil der Patienten aus dem Ausland (31,87 Prozent) – 2022 waren es 29,2 Prozent gewesen. Bei den Patienten aus anderen Provinzen wurde hingegen ein leichter Rückgang verzeichnet – von 17 Prozent auf 15,37 Prozent.<BR /><BR />Am meisten Einsätze ist 2023 das Notarztteam des Aiut Alpin Dolomites geflogen – 1315 an der Zahl, dahinter folgen Pelikan 1 (1157), Pelikan 2 (1040) und Pelikan 3 (830). <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="981721_image" /></div> <BR /><BR />Die Basis des Pelikan 2 musste Anfang Juli bis Ende Oktober von Brixen nach Toblach verlegt werden – wegen Bauarbeiten an der Tiefgarage unter dem Landeplatz des Pelikan 2 am Krankenhaus Brixen. <BR /><BR />Nach der aufwendigen Bergung von 3 Tschechen am vergangenen Wochenende am Großglockner, ist einmal mehr deutlich geworden, dass eine Rettung teuer werden kann: Die 3 Tschechen könnten laut ORF mit etwa 20.000 Euro zur Kasse gebeten werden, sofern keine Bergekostenversicherung bestehe. <h3> 140 Euro pro Flugminute</h3>In Südtirol gilt: Benötigt ein in Südtirol ansässiger Bürger die Flugrettung, so zahlt dieser 100 Euro fürs Ticket – wer ticketbefreit ist, zahlt hingegen nichts, sagt Heli-Direktor Ivo Bonamico. Für Urlauber oder Bürger aus anderen Provinzen Italiens werden nach wie vor 140 Euro pro Flugminute verrechnet. Bei einem durchschnittlichen Flugrettungseinsatz von 32 Minuten seien dies 4480 Euro. <BR /><BR />Handelt es sich um Patienten aus anderen Provinzen Italiens, so rechnet es der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit dem Sanitätsbetrieb aus der Region, woher der Patient stammt, ab. Bei Ausländern kommen deren Versicherungen (Privat oder Krankenkasse) für den Rettungseinsatz auf – in den allermeisten Fällen. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Patienten am Ende selbst zahlen mussten, berichtet Bonamico. Sehr teuer könnten Suchflüge werden – wenn der Hubschrauber mehrere Stunden lang im Einsatz sei.<BR /><BR />„Die Zahl der Fälle, bei denen das Geld nicht eingetrieben werden kann, ist minimal“, sagt der Heli-Direktor. Schwierig könne es zum Beispiel dann werden, wenn ein Ausländer bei einem Unfall sterbe und dieser keine Angehörigen habe.