Montag, 16. Januar 2017

Flugzeug stürzt auf Dorf in Kirgistan: Über 30 Tote

Beim Absturz eines türkischen Frachtflugzeugs in Kirgistan sind am Montag nach unterschiedlichen Agenturangaben mindestens 32 bis 37 Menschen ums Leben gekommen.

Beim Absturz eines Frachtflugzeugs in der Nähe von Bischkek in Kirgistan sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen.
Beim Absturz eines Frachtflugzeugs in der Nähe von Bischkek in Kirgistan sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. - Foto: © APA/AFP

Bei den meisten Opfern handelt es sich den Behörden zufolge um Einwohner des Dorfes Datscha-Suu, über dem die Boeing 747 gegen 2.20 Uhr MEZ verunglückte. Mehr als 15 Gebäude seien zerstört oder beschädigt worden.

Schlechte Sicht zum Zeitpunkt des Absturzes

Die Maschine mit der Registrierung TC-MCL habe auf dem Weg von Hongkong nach Istanbul auf dem Flughafen Manas in der Nähe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek zwischenlanden sollen. Die Gesellschaft ACT Airlines sagte, die Unglücksursache sei unklar. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte schlechte Sicht.

Die Zahl der Opfer könne noch steigen, meinte ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums. Das Dorf sei schwer getroffen, mehr als 40 Häuser hätten Schaden genommen. Ein Reporter berichtete, über dem Gebiet sei immer noch dichter Rauch zu sehen. Noteinsatzteams hätte die kleinen Feuer in verschiedenen Teilen des Dorfes fast gelöscht.

Rettungskräften zufolge waren mindestens sechs Kinder unter den Opfern. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben auch vier Piloten.

Flugzeug stürzte in bewohnte Häuser

Eine Dorfbewohnerin berichtete, das Flugzeug sei „direkt in Häuser gestürzt“, in denen Menschen schliefen. „Das Haus meiner Schwester ist schwer beschädigt. Zum Glück haben sie und ihre Familie überlebt.“ Ein anderer Augenzeuge sagte, durch den Flugzeugabsturz seien „ganze Familien mit ihren Kindern getötet“ worden – viele davon im Schlaf. Von den Häusern sei „nichts mehr übrig“.

Pilotenfehler als Ursache

Der Absturz ist nach Angaben der Behörden auf einen Pilotenfehler zurückzuführen.  Auf diese Einschätzung kämen Experten aufgrund erster Informationen, sagte der stellvertretende kirgisische Ministerpräsident Muhammetkaly Abulgasi am Montag auf einer im Staatsfernsehen übertragenen Pressekonferenz.

apa/dpa/reuters/afp

stol