Montag, 02. November 2015

Flugzeugabsturz - Russland rätselt über Unglücksursache

Nach dem Absturz einer Passagiermaschine in Ägypten hat die russische Fluggesellschaft eine technische Störung und einen Pilotenfehler „völlig ausgeschlossen“.

Foto: © APA/AFP

Die Katastrophe mit 224 Toten sei durch „mechanische Einwirkung“ erfolgt, sagte Kolavia-Vizechef Alexander Smirnow am Montag. Smirnow ließ offen, ob es sich um einen Anschlag gehandelt haben könnte. „Es kann alles gewesen sein“, meinte er.

Der Absturz des Airbus A321 voller Urlauber auf dem Weg von Sharm El-Sheikh nach St. Petersburg ist das schwerste Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt. Auf einem streng abgeschirmten Areal der Gerichtsmedizin in St. Petersburg begann die Identifizierung der Opfer.

Ein erstes Flugzeug des russischen Katastrophenschutzes brachte die sterblichen Überreste von etwa 140 Passagieren aus Kairo in die nordrussische Stadt. Mit Spezialtransportern wurden die Leichen zur Forensik gefahren. Die Überreste werden mit Hilfe von DNS-Proben identifiziert und dann den Hinterbliebenen übergeben. „Psychiater werden anwesend sein“, sagte Vizegouverneur Igor Albin. Ein zweites Flugzeug vom Typ Iljuschin Il-76 sollte am Abend in Kairo losfliegen.

Ägyptische Rettungskräfte setzten an der Absturzstelle die Suche nach sterblichen Überresten fort. 41 Opfer seien noch nicht geborgen worden, hieß es. Russische Experten waren an der Suche beteiligt.

apa/dpa

stol