Mittwoch, 30. November 2016

Flugzeugabsturz: Weniger Tote als angenommen

Die kolumbianischen Behörden haben die Todeszahl bei dem Flugzeugabsturz bei Medellín von 75 auf 71 korrigiert, sechs Personen hätten überlebt.

Bei dem tragischen Flugzeugabsturz in Kolumbien wurde die Zahl der Toten nach unten korrigiert.
Bei dem tragischen Flugzeugabsturz in Kolumbien wurde die Zahl der Toten nach unten korrigiert. - Foto: © APA/AFP

Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, seien nicht wie bisher mitgeteilt 81 Passagiere, sondern nur 77 Passagiere an Bord gewesen.

4 Personen haben Reise nicht angetreten

Vier Personen, darunter der Bürgermeister der Stadt Chapecó, hätten die Reise nicht wie erwartet angetreten. Aus der Stadt kommt der Fußballclub Chapecoense, dessen Profiteam mit dem Flugzeug zum Final des Südamerika-Cups gegen Atletico Nacional nach Medellín gereist war.

Unter den Opfern seien 68 Brasilianer und neun Bolivianer – das abgestürzte Charterflugzeug stammte aus Bolivien. Alle 71 Leichen seien inzwischen geborgen worden.

Ex-Nationalspieler unter Opfern des Flugzeugunglücks

Unter den Opfern befindet sich auch der frühere brasilianische Nationalspieler Mário Sérgio Pontes da Paiva (66). Er reiste als Sportjournalist von Fox Sports mit dem Team von Chapecoense nach Medellín zum Finalhinspiel des Südamerika-Cups gegen den kolumbianischen Club Atlético Nacional.

1983 war Mario Sérgio einer der Bezwinger des Hamburger SV beim 2:1-Sieg von Grêmio Porto Alegre im Weltpokal-Endspiel im Nationalstadion von Tokio.

Mario Sérgio war ein Idol des Clubs Vitória, aus der nordöstlichen Stadt Salvador de Bahía, bei dem er von 1971 bis 1975 spielte. Er spielte später unter anderem auch für Fluminense, Botafogo und Palmeiras. Eine der letzten Stationen war Bellinzona in der Schweiz. In den 80er Jahren trug er einige Male das Trikot der Nationalelf.

Beide Blackboxes nach Flugzeugabsturz in Kolumbien gefunden

Mittlerweile konnten beide Blackboxen der Unglücksmaschine gefunden werden. Das teilte das kolumbianische Transportministerium am Dienstag nach Medienberichten mit.

Das Charterflugzeug vom Typ Avro RJ85 der bolivianischen Gesellschaft Lamia war in rund 3.000 Meter Höhe am Berg El Gordo in der Nähe der Ortschaft La Unión verunglückt – im Landeanflug, knapp 40 Kilometer vor Medellín.

Ein Grund könnte nach Angaben der Luftfahrtbehörde Treibstoffmangel sein.

apa/dpa

stol