Sonntag, 30. August 2020

Flusspegel steigen weiter an: Hochwassergefahr an Etsch und Eisack

Aufgrund der starken Regenfälle in den vergangenen Stunden sind die Wasserpegel der Bäche und Flüsse im Land deutlich angestiegen und haben teils besorgniserregende Ausmaße erreicht. Weiterhin ist höchste Vorsicht geboten, Entwarnung kann noch nicht gegeben werden.

In Klauen wurden bereits am Samstagabend für den Fall eines möglichen Hochwassers Schutzwälle errichtet. - Foto: © FFW Klausen
Obwohl die Niederschläge am Sonntagnachmittag laut Prognosen in den meisten Landesteilen langsam zurückgehen sollen, herrscht weiterhin Alarmstimmung. In den vergangenen Stunden ist nämlich unverhältnismäßig viel Regen über Südtirol niedergegangen, sodass vielerorts die Pegelstände der Gewässer deutlich angestiegen sind.

Besonders betroffen sind hierbei auch die Hauptflüsse wie Etsch und Eisack. Gerade letzterer steht auf der Höhe von Brixen und Klausen unter ständiger Beobachtung, um bei einem möglichen Hochwasser sofort eingreifen zu können (Videoaufnahmen: privat).

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



Und gerade dieses kann am Sonntagnachmittag nicht ausgeschlossen werden. Laut Meldungen des Zivilschutzes muss nämlich mit einem weiteren leichten Anstieg der Pegelstände gerechnet werden. Im Zusammenhang mit dem Wasserscheitel aus dem Pustertal könnte es dabei vor allem in Klausen zu Überschwemmungen kommen.

Die Feuerwehren haben für den Ernstfall jedoch bereits vorgesorgt und an den besonders gefährdeten Stellen einen Schutzwall errichtet.

Neumarkt: Evakuierung nahe der Etsch möglich

Akute Hochwassergefahr besteht laut Informationen des Amtes für Hydrologie und Stauanlagen auch in Neumarkt. Aufgrund des Anstiegs des Etschpegels könnte dabei sogar eine Evakuierung der Anrainer notwendig werden.



Betroffen sind die Bewohner folgender Straßen und Zonen: Bahnhofstraße, St.-Rochusweg, Neugasse, Untere-Insel-Straße, Obere-Insel-Straße, Josef-Maria-Pernter-Straße, Handwerkerzone Süd, Handwerkerzone Nord. Sie werden gebeten, Wertsachen aus Keller- und Erdgeschossen in höher gelegene Stockwerke zu bringen.

Sollte es tatsächlich zu einer Evakuierung kommen, wird diese mittels Zivilschutzsirene (eine Minute auf- und abschwellender Heulton ohne Pausen) angekündigt. Die Bürger sind aufgerufen, Radio und Fernseher einzuschalten und den Anweisungen der Behörden zu folgen.

deb

Alle Meldungen zu: