Dienstag, 12. Juni 2018

Fötus in Traminer Kläranlage entdeckt

In der Traminer Kläranlage ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am vergangenen Donnerstag eine makabere Entdeckung gemacht worden.

Ein 6 Monate alter Fötus wurde in der Traminer Klärgrube entdeckt.
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Ein 6 Monate alter Fötus wurde in der Traminer Klärgrube entdeckt. - Foto: © shutterstock

Ein Mitarbeiter der Anlage machte am vergangenen Donnerstag den schrecklichen Fund, bestätigt der Generaldirektor der Betreiberfirma der Kläranlage Ecocenter, Marco Palmitano, am Dienstag auf STOL-Nachfrage. Der Fötus befand sich am Eingang der Kläranlage, in einem Container, in dem größeres, zuvor vom Rechen, abgefangenes Material gesammelt wird. „Dort also, wo die Trennung der Grobteile stattfindet, bevor das Abwasser überhaupt erst in den Zyklus der Kläranlage gelangt“, erklärt Palmitano.

„So Etwas habe ich noch nie erlebt“

„In meiner 26-jährigen Tätigkeit ist mir so Etwas noch nie untergekommen“, zeigt er sich bestürzt. Unmittelbar nach dem schockierenden Fund, alarmierte er die Carabinieri.

Die Staatsanwaltschaft Bozen leitete umgehend Ermittlungen ein, um die Hintergründe dieser Tragödie zu ermitteln. Die Staatsanwaltschaft hat die Sondereinheit der Carabinieri NAS (Nuclei Antisofisticazioni e Sanità dell Arma) in Trient damit betraut, die Mutter ausfindig zu machen. Die Suche konzentriert sich dabei nicht nur auf Südtirol, sondern auch aufs Trentino.

Autopsie

Beim Fötus wurde bereits eine Autopsie durchgeführt, diese ergab, dass er 6 Monate alt ist und mit höchster Wahrscheinlichkeit als Totgeburt, erst wenige Tage vor dem Auffinden, zur Welt kam. 

Die Kläranlage Tramin betrifft die Kanalisierung von den Gemeinden Kaltern, Montan, Truden, Neumarkt, Aldein, Auer und von Teilen von Kurtatsch. Wie Palmitano erklärt, ist die Kläranlage ein geschlossenes System. „Da kommt keiner hinein. Der Fötus kann also nur über die Kanalisierung in die Kläranlage gekommen sein.“

stol/vs

stol