Dienstag, 07. Juli 2015

Forderung nach Gratisstrom: ASGB mit an Bord

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) erklärt in einer Aussendung am Dienstag, die Forderung der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) nach 300 Kilowattstunden Gratisstrom jährlich für alle Bürger vollinhaltlich zu teilen.

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Foto: © shutterstock

Die Verbraucherzentrale Südtirol hatte kürzlich gefordert, die 174 Millionen Kilowattstunden kostenlosen Strom, den das Land von den Großkraftwerken allein in diesem Jahr erhalten hat, auf die Bürger aufzuteilen.

"Der ASGB unterstützt die Forderung der VZS voll und ganz. Vor allem die Tatsache, dass Art. 13 des Autonomiestatutes die Möglichkeit vorsieht, per Landesgesetz Verbrauchergruppen festzusetzen, die Nutznießer des Gratisstroms der Konzessionsinhaber an die Provinz sein können, unterstreicht, dass die Forderung der Verbraucherzentrale legitim ist", erklärt der Vorsitzende des ASGB Tony Tschenett.

Es sei hinlänglich bekannt, dass auch in Südtirol viele Haushalte Probleme hätten, mit ihrem Einkommen über die Runden zu kommen. Der Gratisstrom sei eine erhebliche Entlastung für die Verbraucher.

Tschenett führt weiter aus: "Zukünftig wird mit erhöhten Strompreisen zu rechnen sein, die, wie von der VZS festgestellt, hauptsächlich die Wenigverbraucher und Stromsparer treffen wird, also genau jene Schicht, die aus finanziellen oder ökologischen Gründen sparsam mit den Ressourcen umgehen."

Deshalb richtet der ASGB die Forderung an das Land, den Vorschlag der Verbraucherzentrale  zu prüfen und den Gratisstrom an die Verbraucher weiterzugeben.

Kompatscher: "Sympathischer Vorschlag, aber..."

Gegenüber dem Tagblatt "Dolomiten" erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher, dass der Vorschlag zwar sympathisch sei. Es gelte jedoch zu klären, wie diese Maßnahme gegenfinanziert werden könnte.

"Wenn ich auf das Geld verzichte und den Strom den Haushalten gratis gebe, bedeutet das ja, dass diese Mittel im Haushalt fehlen", so Kompatscher.

stol/liz/ler

stol