Donnerstag, 22. Februar 2018

Forderung nach neuem Prozess im Mordfall Kercher abgelehnt

Im nie gänzlich aufgeklärten Mordfall Meredith Kercher in Italien ist der einzig rechtskräftig Verurteilte, Rudy Guede, mit seinem Antrag auf einen neuen Prozess gescheitert. Das Oberste Gericht in Rom lehnte am Mittwochabend den Antrag des 30-Jährigen auf ein neues Verfahren ab.

Der Fall um den Tod von Meredith Kercher soll nicht nochmal ausgerollt werden.
Der Fall um den Tod von Meredith Kercher soll nicht nochmal ausgerollt werden. - Foto: © LaPresse

Die Austauschstudentin Meredith Kercher war im November 2007 in Perugia getötet worden. Die Suche nach Täter und Motiv entwickelte sich zu einer jahrelangen Justiz-Saga.

Guede war bereits im vergangenen Jahr beim Berufungsgericht in Florenz mit einem Wiederaufnahmeantrag gescheitert. Laut seinen Verteidigern gibt es einen Widerspruch zwischen seiner Verurteilung und den Freisprüchen für die US-Bürgerin Amanda Knox und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito. Die beiden waren im März 2015 letztinstanzlich freigesprochen worden.

Rudy Guede verbüßt in Viterbo nördlich von Rom eine Haftstrafe von 16 Jahren. Er war nach der Tat auf der Flucht in Deutschland gefasst und später in Italien in einem Schnellverfahren wegen Beihilfe zum Mord an der 21-jährigen Britin verurteilt worden. Die Ermittler waren sich einig, dass er nicht allein gehandelt haben konnte. Unmittelbar nach dem Freispruch von Knox und Sollecito hatte Guede angekündigt, einen neuen Prozess anstreben zu wollen.

apa

stol