„Die Steuerungsgruppe Alkohol des Landes hat in der Vergangenheit mehrmals direkt darauf hingewiesen, dass die Mehrzweckerhebung der Haushalte, die jährlich durchgeführt wird, nicht in der Lage ist, den Verlauf der Konsumgewohnheiten und riskanten Trinkverhalten in Südtirol zu messen. Eine vertiefte Studie ist hier notwendig“, so Forum Prävention-Direktor Peter Koler zur Astat-Erhebung.Jugendliche würden darin in einer einzigen Gruppe zusammengefasst, die von 14 bis 29 Jahren reicht.Es sei „kritisch anzumerken, dass eine Zusammenfassung der Jahre 14 bis 29 zu einer Alterskategorie problematisch sein kann, da 14- bis 16-Jährige ein anderes Verhaltensmuster aufweisen als 17- bis 19-Jährige, 20- bis 21-Jährige usw.“Um tatsächlich über die Befindlichkeiten der Lebensphasen etwas aussagen zu können, teilten fundiertere Studien die Altersgruppen in Jahrgänge auf. Bei der Astat Studie entstehe der Eindruck, dass in allen Altersgruppen durchschnittlich gleich viel getrunken werde. In der Vertiefung gebe es überhaupt keine Unterscheidung in Altersgruppen mehr.Außer Acht gelassen werde auch, dass die Hauptgruppe mit problematischem Konsumverhalten in Südtirol immer noch die Erwachsenen seien, so Koler.„Das wird aus den Behandlungs- und Einweisungszahlen in die Erste Hilfe ersichtlich. Sicher gibt es bei jungen Menschen z.T. hochriskanten Alkoholkonsum, aber beim Thema ‚Jugend und Alkohol‘ wird ebenso oft unverhältnismäßig dramatisiert.“