Für die Party- und Nachtszenen existieren in vielen europäischen Regionen bereits bewährte Konzepte, um Risiken, Gewalthandlungen und Unfälle so klein wie möglich zu halten. Diese greifen in Südtirol aber noch nicht, weder auf Konzept-, noch auf Umsetzungsebene, so Peter Koler, Direktor des Forum Prävention.Die sieben PunkteHier die „sieben Punkte für ein "Safer-Party-Konzept“: 1. Kooperationen verstärken zwischen allen in den Nachtszenen Tätigen: Veranstaltern, Discjockey, Polizei, Security-Beauftragte, szenenahe Präventionsprojekte. 2. Alkoholregulierung: Keinen Alkohol an Betrunkene; Gertränkeangebot mit höchstens 21 Alkoholprozent. Einhaltung der 10 Punkte für „Feiern mit Niveau“ der Alkoholkampagne trinkenmitmass.it. 3. Security-Bereich:Die bestehende Ausbildung muss qualitativ verbessert werden; die Zuständigkeiten für Security Bedienstete müssen erhöht werden. 4. Defensive Präsenz der Polizeikräfte: An sensiblen bekannten Ort gibt es eine kontinuierliche Sichtbarkeit der Polizeikräfte. 5. Zivilcourage:Nicht alles kann an Sicherheitskräfte delegiert werden. Partygäste müssen für Zivilcourage sensibilisiert werden. 6. Hausverbote:Für bekannte Unruhestifter muss die Möglichkeit geschaffen werden, Hausverbote auszusprechen. 7. Anzeigen: Anzeigen müssen einfach und unkompliziert möglich sein. Die Verfahren müssen im Sinne des Opferschutzes schnell abgewickelt werden. „Stopp der Gewalt in Südtirol“ ist eine Aktion der Tageszeitung „Dolomiten“.