Freitag, 03. September 2021

Fotograf Andrea Pizzini von Impfgegnern bedroht

Der Meraner Fotograf und Filmemacher Andrea Pizzini hat in den vergangenen Monaten mit Fotos und Filmberichten die Arbeit an der Bozner Covid-19-Intensivstation begleitet. Nun berichtet der 43-Jährige von Drohungen, die er in den sozialen Medien von Corona-Impfgegnern erhalten hat.

Andrea Pizzini wurde in den sozialen Medien mit Hassbotschaften konfrontiert.
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Andrea Pizzini wurde in den sozialen Medien mit Hassbotschaften konfrontiert.
Der Meraner Fotograf Andrea Pizzini hat eine Reihe von Drohungen gemeldet, die ihn von Seiten der No-Vax-Bewegung in den sozialen Medien erreicht haben.

„Ich habe in den letzten Monaten Hassnachrichten über die sozialen Netzwerke erhalten“, berichtet Pizzini und sagt: „Anfangs habe ich versucht diese Mitteilungen zu ignorieren, aber sie haben an Heftigkeit zugenommen und das kann ich nicht akzeptieren.“



„Manche Drohungen beunruhigen mich sehr, wie zum Beispiel 'Du wirst fallen', was einer Todesdrohung gleichkommt. Die Äußerung, 'Wir wissen, wo du wohnst und was du tust', beunruhigt mich ebenso. Ich will nicht das Opfer spielen, aber ich kann diese Bedrohung nicht mehr akzeptieren“, erklärt der 43-Jährige.

Andrea Pizzini ist bekannt für sein Projekt „Wellenbrecher“, mit dem er die Intensivstation während des Covid-Notfalls filmisch dokumentiert hatte.

Im folgenden Video hat Pizzini im April den Pfleger Szabolcs auf der Covid-19-Intensivstation des Bozner Krankenhauses begleitet. Seine Freunde nennen ihn „Brutus“. Er ist sehr bekannt unter den Pflegekräften, weil er sehr witzig und offen ist. Wenn jemand die Intensivstation anruft antwortet er immer mit „Hallo, hier ist Schwester Brutus“. Filmemacher Andrea Pizzini hat Szabolcs alias „Brutus“ mit der Kamera begleitet.

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ansa/pho