Donnerstag, 03. September 2020

Frachter mit mehr als 40 Menschen an Bord vor Japan verschollen

Ein Frachter mit mehr als 40 Besatzungsmitgliedern und rund 5800 Rindern an Bord gilt inmitten eines Taifuns vor dem Südwesten Japans als vermisst. Ein philippinisches Crewmitglied sei am Mittwochabend lebend geborgen worden, teilte die japanische Küstenwache mit.

Der Frachter kenterte und sank, nachdem während des Taifuns bei starkem Wellengang ein Motor ausgefallen war. - Foto: © APA/AFP / HANDOUT
In der Nacht davor hatten Mitarbeiter der Behörde demnach ein Notsignal der „Gulf Livestock 1“ rund 185 Kilometer westlich der Insel Amami-Oshima empfangen. Das Crewmitglied, das laut Medienberichten mit einer Rettungsweste im Ostchinesischen Meer treibend aufgefunden worden war, wurde in ein Krankenhaus auf Amami-Oshima gebracht.

Restliche Besatzung verschollen

Von seinen 42 Kollegen – 38 Philippiner, 2 Australier und 2 Neuseeländer – fehle bisher weiterhin jede Spur. Nach Angaben des geretteten Philippiners kenterte und sank der Frachter, nachdem bei starkem Wellengang ein Motor ausgefallen war. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Dem Bericht des Mannes zufolge waren alle Besatzungsmitglieder aufgefordert worden, sich Rettungswesten anzulegen. Der 45-Jährige sprang demnach ins Wasser, sah aber keinen seiner Kollegen, bevor die Küstenwache ihn fand.

Starke Regenfälle und Winde

Die durch den Taifun „Maysak“ bedingten starken Regenfälle und Winde behinderten laut den Behörden die Suche nach den Vermissten. Der unter panamaischer Flagge fahrende Frachter war Mitte August von Neuseeland aus nach China aufgebrochen, wo er am Freitag eintreffen sollte.

apa/dpa

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