Freitag, 22. November 2019

Frächter im lvh kritisieren neue Strategie bei Schnee

Mit der neuen Strategie der Betreiber der Brennerautobahn A22, die bei heftigem Schneetreiben angewandt werden soll, werden hauptsächlich Südtirols Warentransporteure benachteiligt.

Die A22 will bei Schnee weniger Lkws auf die Autobahn lassen.
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Die A22 will bei Schnee weniger Lkws auf die Autobahn lassen. - Foto: © ANSA / G.News
Darum drückt der Präsident der Berufsgemeinschaft der Warentransporteure im lvh, Elmar Morandell, seine Verwunderung über diese als „unverhältnismäßig“ kritisierte Maßnahme aus und schlägt gleichzeitig ein paar weniger restriktive Lösungen vor, die die Lage ebenso entschärfen könnten.

Das Ableiten der Schwerfahrzeuge von der Autobahn bzw. das Blockieren ihrer Einfahrt in die Autobahn wirke sich hauptsächlich auf die heimischen Transportunternehmen negativ aus, da diese aufgrund der Sperren keine Möglichkeit mehr haben, zum Firmensitz und somit auch nach Hause zu ihren Familien zurückzukehren, so Morandell.

„Aufgrund fehlender geeigneter Parkplätze entlang der Brennerautobahn wundert es mich, dass überhaupt über eine solche Einschränkung des Verkehrs nachgedacht wird. Es werden Strukturen benötigt, die den Fahrern zumindest sanitäre Anlagen und eine warme Mahlzeit garantieren können“, so Morandell.

Außerdem sollten die wirtschaftlichen Einbußen der gesamten Südtiroler Wirtschaft berücksichtigt werden: „Wenn wir unpünktlich liefern, verzögern sich die Produktionsprozesse und die Regale in den Supermärkten können nicht aufgefüllt werden,“ gibt der Präsident der Warentransporteure im lvh zu bedenken.

ansa/stol