"Wir haben die Vorstellung des Reorganisationplans für das Informatiksystem des Gesundheitswesens 2016-2018 aufmerksam verfolgt und sind davon überzeugt, dass eine Neustrukturierung der richtige Weg ist", schreibt Matteo Paolo Bonvicini von Verband der Südtiroler Apothekeninhaber. Man werde das Gesundheitsassessorat und den Südtiroler Sanitätsbetrieb nach Kräften unterstützen, um dieses strategische Projekt verwirklichen zu können.Warum diese Geldverschwendung?"Trotzdem fragen wir uns, warum so viel Zeit und vor allem Geld verschwendet worden ist, um die aktuelle, verworrene und undefinierte Situation zu beheben", so Bonvicini.In diesem Zusammenhang möchten die Apotheker daran erinnern, dass die Apotheken seit Jahren bereits vollständig vernetzt sind - und dies ohne Inanspruchnahme öffentlicher Beiträge, und dass der Verband beim Sanitätsbetrieb mehrmals web-basierte Lösungen vorgeschlagen habe, die in zahlreichen Regionen - außer in Südtirol - zum Einsatz kämen.Die Vorteile liegen auf der HandDie Informatisierung im Gesundheitsbereich sei unumgänglich, um die in den Krankenhäusern und im Territorium generierten Informationen endlich zusammenführen zu können, wissen die Apotheker. Offensichtliche Vorteile seien Zeiteinsparung, Vermeidung von Überschneidungen bzw. unnötiger Wiederholungen von therapeutischen, diagnostischen oder sozialen Maßnahmen sowie ein wieder erleichterter Zugang der Bürger zu den Dienstleistungen.Und genau dort brächten sich die Apotheker wieder gerne mehr ins Spiel. Seht, wie die Apotheken das machen"Die 119 Apotheken könnten der Bevölkerung die Möglichkeit der Vormerkung von Visiten und das Abholen der Befunde bieten (CUP – „centro unico di prenotazione“, das in vielen Regionen Italiens schon seit 2002 eingerichtet ist) und mittels Telemedizin-Dienste können sie Vorbeugung und Monitoring verschiedener chronischer Krankheiten gewährleisten", zählt Matteo Paolo Bonvicini auf.Zudem würden die pharmazeutischen Ausgaben des Gesundheitsdienstes für den Territorialbereich zu den geringsten undam besten gehandhabten in Italien zählen.Apotheken als Zugangspunkt?In ihrer Funktion als die einzigen, kapillar verteilten Bezugspunkt sähen sich die Apotheken hinsichtlich der Vernetzung als Zugangsportal für den sozio-sanitären Bürgerservice des Landes. "Wir würden damit eine notwendige und längst überfällige Vervollständigung erfahren", so der Verband der Südtiroler Apothekeninhaber.stol