Samstag, 21. November 2015

Frankreich auf Platz 36: Die Hochburgen des Terrors

Die Attentate von Paris erschüttern. Doch die Hochburgen des globalen Terrors liegen nach wie vor anderswo.

Foto: © APA/AFP

Die Zahl der Terroropfer in der Welt ist 2014 massiv angestiegen. Nach Angaben des Instituts für Wirtschaft und Frieden wurden im vergangenen Jahr über 32.650 Menschen durch Terroranschläge getötet. Das seien rund 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor – der stärkste Anstieg an Terroropfern, der jemals gemessen wurde.

Auch die wirtschaftlichen Kosten des globalen Terrorismus klettern nach Recherchen des Instituts rasant: Im vergangenen Jahr hätten sie 53 Milliarden Dollar erreicht – die Kosten lägen damit zehnmal höher als im Jahr 2000.

Irak auf Platz 1

Am weitaus meisten vom Terror betroffen seien nicht die westlichen Staaten, sondern Länder die Afghanistan (Platz 2), Irak (Platz 1), Nigeria (Platz 3) sowie Pakistan (Platz 4) und Syrien (Platz 5), heißt es im sogenannten Globalen Terrorismus-Index, den die Organisation am Dienstag in London veröffentlicht. Am schlimmsten sei die Lage im Irak, allein dort starben im vergangenen Jahr fast 10.000 Terroropfer.

Nach neuen Attentaten: Frankreich auf 18. oder 19.

Allerdings wurde die Studie vor den Anschlägen in Paris abgeschlossen, sagte der Chef der Organisation, Steve Killelea, der Deutschen Presse-Agentur. „Sonst wäre Frankreich auf den 18. oder 19. Platz des Index aufgerückt.“

Als erstes europäisches Land in der Liste wird die Ukraine angeführt (Platz 12). Russland belegt Platz 23, Türkei Platz 27, Großbritannien Platz 28, Griechenland Platz 29. Die USA folgen auf Platz 35, Deutschland wird auf Platz 53 gelistet, Italien auf 54. Österreich belegt Platz 79.

dpa/stol

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