Dienstag, 15. Juni 2021

Frankreich fürchtet Ausbreitung der Delta-Variante

In Frankreich wächst die Sorge vor einer Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus.

Frankreichs Gesundheitsverantwortliche fürchten Delta-Variante.
Frankreichs Gesundheitsverantwortliche fürchten Delta-Variante. - Foto: © APA/POOL / COME SITTLER
Derzeit werde bei zwei bis vier Prozent der positiven Corona-Tests, die auf Varianten untersucht werden, die zunächst in Indien entdeckte Variante festgestellt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstag in Paris. Das klinge zwar nach wenig, sei aber vergleichbar mit der Lage in Großbritannien vor einigen Wochen.

Die Delta-Variante hat die Corona-Zahlen in Großbritannien wieder ansteigen lassen. Die geplante Aufhebung aller Restriktionen wurde deshalb am Montag um vier Wochen verschoben. In Frankreich hat sich die Corona-Lage zuletzt deutlich entspannt. Zuletzt wurden landesweit etwa 43 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gezählt. Bis Montagabend erhielten knapp 46 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Spritze. Seit diesem Dienstag können sich auch Jugendliche ab zwölf Jahren impfen lassen. Dafür brauchen sie die Zustimmung der Eltern.

Delta-Variante auch in Südtirol nachgewiesen

„Diese Variante, die sich besonders schnell verbreitetet und zu schweren Krankheitsverläufen führt, wurde vereinzelt auch in Südtirol gefunden“, berichtete Kompatscher am Dienstag. Wie berichtet, trat diese Variante bei mehreren Mitarbeitern eines Hotels in Lüsen auf. Es gelte in diesen Fällen schnell das Umfeld zu testen und Infizierte zu isolieren. „Generell gilt für alle trotz Lockerungen, die ab 21. Juni gelten: Weiterhin vorsichtig bleiben und Grundregeln, Maske, Abstand und Handhygiene einhalten.“

apa