Mittwoch, 05. Januar 2022

Frankreich und die Niederlande melden neue Höchststände an Neuinfektionen

Frankreich hat mit mehr als 330.000 gemeldeten Corona-Infektionen innerhalb eines Tages einen Rekordwert verzeichnet. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde vom Mittwochabend wurden binnen 24 Stunden 332.252 Neuinfektionen registriert. Erst am Vortag war mit mehr als 270.000 Infektionen ein Höchstwert erzielt worden. Auch in den Niederladen sind die Zahlen so hoch wie nie. Am Mittwoch gab es 24.590 Infizierte. Der bisherige Rekord lag bei 23.713 neuen Fällen am 24. November 2021.

Omikron ist für das Ausmaß der Welle verantwortlich, die momentan über Europa hinwegfegt.
Omikron ist für das Ausmaß der Welle verantwortlich, die momentan über Europa hinwegfegt. - Foto: © Shutterstock
Die Omikron-Variante ist in Frankreich mittlerweile vorherrschend. Die Fallzahlen stiegen in den vergangenen Wochen rasant an. Der Inzidenzwert, also die Zahl der registrierten Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen, lag landesweit zuletzt bei rund 1851.

Angesichts dessen plant die Regierung drastische Einschränkungen für Ungeimpfte. Ab Mitte Januar sollen sie keinen Zugang mehr zu Restaurants, Kinos oder Fernzügen haben. Noch ist das Gesetzesvorhaben aber nicht vom Parlament beschlossen. Die Nationalversammlung setzte die Prüfung bereits 2 Mal aus und könnte den engen Zeitplan der Regierung damit ins Wanken bringen.

Niederlande melden Rückgang der Krankenhausauslastung

Auch in den Niederlanden ist Omikron für den rasanten Anstieg der Zahlen verantwortlich. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Intensiv-Patienten ging unterdessen jedoch zurück. 13 Covid-Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden auf die Intensivstationen verlegt worden, erklärten die Behörden. Das war die niedrigste Zahl seit Oktober. Die Zahl der Intensiv-Patienten wegen Corona lag demnach bei 449. Das Koordinierungszentrum für die Verteilung von Patienten ging dennoch davon aus, dass der aktuell starke Anstieg der Infektionen im Laufe des Monats voraussichtlich auch zu einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen führen werde.

In den Niederlanden sind derzeit besonders strenge Corona-Einschränkungen in Kraft. Geschäfte, die keine lebensnotwendigen Waren verkaufen, sind ebenso geschlossen wie Restaurants, Bars und viele Freizeitangebote. Die Schulen sollen am 10. Jänner wieder öffnen. An Hochschulen und Universitäten wird es hingegen weiterhin ausschließlich Online-Veranstaltungen geben.

apa/afp/dpa