In Lille, Douai, Wattignies und Denain sowie im Zentrum von Nizza gelten nächtliche Ausgehverbote für Minderjährige. Marseille verbot Versammlungen und Demonstrationen.<BR /><BR />Premierminister Sebastien Lecornu hatte eine flächendeckende Ausgangssperre für die Hauptstadt ausgeschlossen, nicht jedoch die Ausrufung des Notstands. Er sei absolut entschlossen, die Ordnung wiederherzustellen, sagte er. Bei den landesweiten Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten war es am Wochenende in mehreren Städten zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Randalierer plünderten Hunderte Geschäfte. Nach Angaben des Innenministeriums wurden mehr als 2.400 Personen festgenommen und fast 1000 Beamte verletzt. Französische Gewerkschaften haben zu neuen Demonstrationen am 5. November aufgerufen.<BR /><BR />Auch der Bürgermeister von Nizza im Süden Frankreichs, Éric Ciotti, kündigte eine Ausgangssperre für Minderjährige von 21 Uhr bis 6 Uhr im Zentrum der Stadt an - dort, wo die schlimmsten Gewaltakte am Wochenende verübt worden seien. Laut Medien ist auch die Stadt Lyon von Beschränkungen betroffen.<BR /><BR />Mindestens 3.000 Geschäfte seien beschädigt oder geplündert worden, gab Handelsminister Serge Papin bekannt. Premierminister Lecornu betonte, dass das „Chaos“ auf die Stadtzentren begrenzt sei. „Meine Entschlossenheit, die Ordnung wiederherzustellen, sie ist absolut“, sagte Lecornu. Er werde sämtliche Mittel, die der Regierung zur Verfügung stehen, einsetzen, wenn es nötig sei.