Dienstag, 28. Januar 2020

Frankreich will Kükentöten ab 2021 verbieten

Frankreich will das systematische Töten männlicher Küken ab dem kommenden Jahr verbieten. Ziel sei, die Unternehmen Ende 2021 zum Verzicht auf das Kükentöten zu verpflichten, sagte Landwirtschaftsminister Didier Guillaume am Dienstag dem Fernsehsender BFM-TV. Zudem soll die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung untersagt werden, so Guillaume.

Männliche Küken sollen nicht mehr systematisch getötet werden.
Männliche Küken sollen nicht mehr systematisch getötet werden. - Foto: © APA (dpa) / Jens Büttner

Auch in Österreich ist ein baldiges Verbot des Schredderns von lebendigen Küken im türkis-grünen Regierungsprogramm vorhergesehen, über das Verbot der Ferkelkastration soll ebenfalls nachgedacht werden.

Frankreich hat sich laut Guillaume zudem mit Deutschland und Spanien auf die Einführung eines Tierwohl-Labels für Verbraucher verständigt. Vor zwei Wochen hatte bereits die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) von einem deutsch-französischen Plan berichtet, „bis Ende 2021 definitiv aus dem Kükentöten auszusteigen“. Nach ihren Angaben wurden in Deutschland zuletzt pro Jahr zwischen 32 und 40 Millionen Küken getötet und rund 50 Millionen in Frankreich.

Die deutsche Geflügelwirtschaft hat allerdings Zweifel, dass die umstrittene Praxis tatsächlich im kommenden Jahr beendet werden kann. Bisher werden jährlich Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet, weil sich ihre Aufzucht nicht lohnt.

apa

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