<BR />Unter der Woche fanden bereits Blockade- und Protestaktionen sowie ein landesweiter Streiktag am Donnerstag statt, an dem sich laut Innenministerium mehr als eine halbe Million Menschen beteiligte. Der Gewerkschaftsbund CGT sprach von knapp 1,6 Millionen Teilnehmenden.<h3> Bisherige Demos von Krawallen begleitet</h3>Wie an den vergangenen Wochenenden werden erneut 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, sagte der französische Innenminister Laurent Nuñez. Das Risiko sei „exakt dasselbe wie an den vergangenen Samstagen“. Es soll wieder zahlreiche Kontrollen auf Straßen und an Bahnhöfen geben. Am Rande der Kundgebungen kam es bisher immer wieder zu Gewalt und Plünderungen. Laut Nuñez gibt es eine Reihe angemeldeter Demonstrationszüge, in den meisten Fällen jedoch nur Versammlungsaufrufe ohne klar organisierte Strukturen und verantwortliche Organisatoren.<BR /><BR />Ursprung der Demonstrationen waren Schülerproteste für eine bessere Bildung. In den vergangenen Wochen hatten sich Hunderttausende Menschen angeschlossen. Sie machen vor allem ihrem Ärger über steigende Preise sowie niedrige Löhne und Sozialleistungen Luft.<BR />In Reaktion auf die Massenproteste kündigte Premierminister Sébastien Lecornu für Montag eine Sozialkonferenz mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden an, um über Fragen zu Kaufkraft und Löhnen zu sprechen. Die Regierung hat eine Anhebung des Mindestlohns in Aussicht gestellt. Zusätzliches Personal und mehr Mittel für Schulen wurde zugesichert.