„70 Jahre sind eine lange Zeit. Dass eine Jugendveranstaltung so lange fortbesteht, zeigt, wie gut die Verantwortlichen gearbeitet haben“, sagte Direktor Wolfgang Malsiner am Rand der Jubiläumsfeier. Am Bozner Franziskanergymnasium gäbe es keine außerschulische Veranstaltung, die so lange ununterbrochen besteht. <BR /><BR />2019 waren die Franziskaner mit ihrem Zeltlager zum ersten Mal in die Unterlandler Gemeinde gezogen. Zuvor hatten sie jahrzehntelang ihre Zelte in Toblach aufgeschlagen. Wenige Jahre nach dem Weltkrieg und lange vor dem Konzil war den Mitbrüdern klar geworden, dass ihre Schützlinge mehr als nur Heim und Schulunterricht bedürfen. <h3> <b>Alles begann 1953</b></h3>Einer der damaligen Franziskaner – P. Gottfried Trenker ofm – konnte 1953 einen Zeltplatz auf seinem Heimathof in Altschluderbach bei Toblach vermitteln. Jahrelang standen die Franziskaner-Zelte dort, wo heute die berühmte Gustav-Mahler-Hütte steht. <BR /><BR />Bis 2021 eine Bubenveranstaltung sind inzwischen auch Schülerinnen ins Zeltlager eingezogen: „Vieles ist anders als früher und das ist gut so, aber der Geist ist derselbe“, sagte P. Reinald Romaner bei der Festmesse. Er selbst hatte das Zeltlager von 1989 bis 2003 in Toblach geleitet. <BR /><BR /><embed id="dtext86-60442361_gallery" /><BR /><BR />Unter der Ägide von Prof. Isabel Eccli und Br. Moritz Windegger haben Oberschüler aus dem Gymnasium für 38 Mittelschüler ein abwechslungsreiches Programm gestaltet, das Fußball, Waldspiele und Gruppenarbeiten umfasst. Auch dem zwischenzeitlichen Unwetter trotzte das Camp ohne Probleme. <BR /><BR />Merkmal des Franziskanerzeltlagers ist es seit je her, dass Oberschüler lernen, Verantwortung für Jüngere zu übernehmen. Das ist für 16- oder auch 18-Järige mitunter mehr Aufwand als es den Anschein hat. „Es ist schön, dass das Zeltlager nach 70 Jahren immer noch fortbesteht. Dafür danken wir allen, die hier mitarbeiten“, sagte P. Romaner und fügt hinzu: „Hoffentlich noch viele Jahre“. <BR />