Die frohe Botschaft des auferstandenen Christus möge besonders diejenigen erreichen, die von einer Zeit des Leidens betroffen seien, sagte der Pontifex.Franziskus drängte auf Frieden in Nahost und AfrikaEindringlich forderte Franziskus einen Stopp der Gewalt im Nahen Osten. „Mögen in Nahost die Diplomatie und der Dialog eine Lösung für einen Konflikt finden, der seit zu langer Zeit anhält“, sagte der Heilige Vater.Im Hinblick auf den Konflikt in Syrien wünschte das katholische Kirchenoberhaupt, die Osterbotschaft von Frieden und Menschenwürde möge helfen, Hass und Gewalt zu überwinden. Franziskus gedachte zudem der „verletzten syrischen Bevölkerung und der vielen Flüchtlinge, die auf Hilfe warten“.Der Papst erklärte, er bete für Frieden in Afrika, unter anderem für Nigeria, in dem „Anschläge das Leben vieler Unschuldiger“ bedrohten. Franziskus plädierte für Frieden auch für den Kongo, Mali und den Irak.Welt sei verwundet vom EgoismusFranziskus äußerte die Hoffnung, dass die Osterbotschaft Frieden auf der ganzen Welt bringe, die „immer noch von der Gier nach schnellem Profit geteilt ist“. Die Welt sei verwundet vom Egoismus, der das menschliche Leben und die Familie bedrohe.Der Papst verurteilte den Menschenhandel, der in diesem 21. Jahrhundert die am weitesten verbreitete Sklaverei sei, sowie den Rauschgifthandel und die „ungerechte Ausbeutung der natürlichen Ressourcen“.Franziskus erteilte erstmals Ostersegen "Urbi et Orbi"Anschließend sprach der Papst vom Balkon des Petersdoms aus den traditionellen Ostersegen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis).Die Zeremonie wurde in zahlreiche Länder übertragen. In der Nacht auf Sonntag hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche mit tausenden Gläubigen die Osterwache im Petersdom gefeiert und dabei vier Erwachsene getauft.Der päpstliche Segen „Urbi et Orbi“Der apostolische Segen „Urbi et Orbi“ gehört zu den bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die imperiale Formel „der Stadt und dem Erdkreis“ geht auf die alten Römer zurück.Das antike Reichsbewusstsein setzte die Stadt Rom (urbs) mit dem Erdkreis (orbis) gleich. Die Kirche fügte sie erstmals im 13. Jahrhundert in das offizielle Ritual ein.Heute wird der Segen zu feierlichen Anlässen am Ostersonntag, am Christtag oder nach einer Papstwahl erteilt. Er muss vom Papst als Bischof von Rom und als Oberhaupt der Weltkirche gespendet werden. Mit päpstlicher Erlaubnis können auch Kardinäle, Bischöfe oder Priester den Segen erteilen.Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist für alle Gläubigen mit einem Sündenablass verbunden. Die Grußbotschaft wird in mehr als 60 Sprachen gesprochen.Tausende strömen alljährlich auf den Petersplatz, Millionen verfolgen das Geschehen weltweit über Radio, Fernsehen oder Internet.dpa/apa