<BR /><BR /><h3> Mutter und Sohn waren aus Ostukraine geflüchtet </h3> Mario Mariotti, Lebensgefährte der Frau, hat über seinen Anwalt Federico Fava formell Einspruch gegen die von der Staatsanwaltschaft Rovereto beantragte Einstellung des Verfahrens erhoben, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung „L'Adige“.<BR /><BR /><BR />Mutter und Sohn, die aus der Ostukraine geflüchtet waren und zuletzt in der Gemeinde Vallarsa lebten, waren am 16. Juli 2024 bei Punta Lido in Riva del Garda ums Leben gekommen. <BR /><BR />Die beiden hatten an jenem heißen Sommertag einen Ausflug an den See unternommen. Am Abend kehrten sie nicht zurück und am Folgetag wurden ihre Leichen wenige Meter vom Ufer entfernt in rund 18 Metern Tiefe entdeckt und geborgen.<BR /><h3> Badeverbot erst nach tödlichem Unfall </h3> Die Staatsanwaltschaft geht bislang von einem Unglücksfall ohne strafrechtlich relevante Aspekte aus. Mariotti, der sich als Nebenkläger ins Verfahren eingelassen hat, sieht jedoch offenen Klärungsbedarf. <BR />Die umfangreiche Eingabe samt Gutachten eines Experten der Freien Universität Bozen, die hinterlegt wurde, soll Hinweise auf mögliche Verantwortlichkeitsprofile in der öffentlichen Verwaltung enthalten. <BR /><BR />Darin erwähnt werden konkret das Land Trentino als Verwalter des öffentlichen Wasserguts, sprich von jenem Teil des Sees, in dem die Mutter und Sohn ums Leben kamen, sowie die Gemeinde Riva del Garda in ihrer Aufsichtsfunktion. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei an der betroffenen Stelle kein Badeverbot in Kraft gewesen, argumentierte Rechtsanwalt Fava. Entsprechende Einschränkungen seien erst nach dem tödlichen Vorfall – und nach einem weiteren Badeunfall wenige Wochen später – eingeführt worden. Auch die Ausdehnung der Verbotszone sei erst Anfang 2025 vom Land angepasst worden.