Dienstag, 22. Juni 2021

Frau erwacht nach Messerattacke aus Koma – und sucht ihren toten Sohn

Vor 40 Tagen wurde Paola Piras von ihrem Ex-Freund mit einem Messer attackiert, anschließend wurde sie in ein künstliches Koma versetzt. Seit sie wieder bei Bewusstsein ist, fragt sie ständig nach ihrem Sohn Mirko. Was sie nicht weiß: Mirko wurde beim Versuch, seine Mutter zu schützen, ermordet.

Vor 40 Tagen wurde Paola Piras von ihrem Ex-Freund mit einem Messer attackiert, anschließend wurde sie in ein künstliches Koma versetzt.
Vor 40 Tagen wurde Paola Piras von ihrem Ex-Freund mit einem Messer attackiert, anschließend wurde sie in ein künstliches Koma versetzt. - Foto: © ANSA / cnl
Der Ex-Freund der 51-Jährigen, Shaid Masih, der ursprünglich aus Pakistan stammt, wurde bereits in der Vergangenheit wegen häuslicher Gewalt in Gewahrsam genommen und erhielt ein gerichtlich auferlegtes Kontaktverbot.

Dennoch drang er in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai in die gemeinsame Wohnung von Paola Piras und deren Sohn Mirko ein, die sich in der sardinischen Kleinstadt Tortolì befindet.

Der 29-Jährige verlor die Beherrschung und stach mit einem Messer auf seine Ex-Partnerin ein. Ihr 19-jähriger Sohn Mirko ging dazwischen und versuchte seine Mutter zu beschützen, wurde aber dabei selbst von mehreren tödlichen Messerstichen getroffen.

Mit 18 Messerstichen wurde Paola Piras vom Rettungsdienst in das Krankenhaus von Lanusei gebracht und in ein künstliches Koma versetzt. Für ihren tapferen Sohn hingegen war es bereits zu spät – er erlag seinen schweren Verletzungen. Der flüchtige Shaid Masih wurde kurz nach der Tat festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft im Gefängnis von Lanusei.

Am Wochenende erwachte Paola Piras wieder und erkundigte sich als erstes nach dem Wohlbefinden ihres Sohnes. „Wo ist Mirko?“, fragte sie immer wieder, aber keiner wagte es, ihr zu sagen, dass ihr Sohn getötet worden war. Mehrere Psychologen des Krankenhauses Santa Maria della Mercede bereiten sich darauf vor, ihr die traurige Wahrheit zu sagen.

Der Traum von Mirko Farci, der heuer zur Maturaprüfung in der Hotelfachschule angetreten wäre, war es, Koch zu werden und er setzte alles daran, dieses Ziel zu erreichen. Deshalb beschlossen der Schulleiter und die Kommission, ihm das Diplom zu verleihen und eine Ehrentafel in seinem Namen auszustellen.




„Es soll ein Zeichen der Dankbarkeit und eine symbolische Umarmung der ganzen Gemeinschaft für einen ihrer besten Söhne sein“, so der Schuldirektor Nanni Usai.

stol

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