Dienstag, 04. August 2020

Frau mit Skelett von Ehemann im Gepäck gestoppt

Mit dem Skelett ihres gestorbenen Ehemannes im Gepäck ist eine 74-jährige Armenierin am Münchner Flughafen gestoppt worden. Die Kontrolleure hatten die menschlichen Knochen in einer Holzkiste entdeckt, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte.

Die  Frau wollte die Gebeine ihres  Ehemannes zur letzten Ruhe in seine alte Heimat fliegen.
Die Frau wollte die Gebeine ihres Ehemannes zur letzten Ruhe in seine alte Heimat fliegen. - Foto: © APA/dpa / Tobias Hase

Zollbeamte, eine Ärztin und die Staatsanwaltschaft wurden hinzugezogen, um den Fall zu prüfen. Zusammen mit ihrer 52-jährigen Tochter wollte die Frau die Gebeine von ihrem Wohnort in Griechenland über München und Kiew nach Armenien fliegen. In der alten Heimat des Verstorbenen sollte er die letzte Ruhe finden.

Keine Straftat

Der Mann war laut Dokumenten bereits 2008 gestorben und auch an seinem Wohnort nahe Thessaloniki beigesetzt worden. Die Überführung lief der Bundespolizei zufolge allerdings rechtmäßig ab. Auch die Staatsanwaltschaft sah keine strafrechtliche Relevanz. Daher durften die Frauen die Reise in den Kaukasus fortsetzen, zusammen mit den sterblichen Überresten.

apa/dpa

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