Sollen Frauen in Führungspositionen genauso vertreten sein wie Männer? Die Meinung während eines Netzwerktreffens vor wenigen Tagen in der Raika Prad-Taufers in Prad war ein klares Ja. <BR /><BR />Der Arbeitskreis des Raiffeisenverbandes Südtirol „Frauen in der Führung von Genossenschaften“ organisierte in Zusammenarbeit mit der Raika Prad-Taufers das Netzwerktreffen „Frauen am Ruder: Die Kraft der Verantwortung“. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1032666_image" /></div> <BR /><BR />Paulina Schwarz vom Arbeitskreis erklärte, dass das Ziel des Arbeitskreises sei, den Frauenanteil in der Führung von Raiffeisen-Genossenschaften zu stärken. In den Gremien der Genossenschaften seien von insgesamt 2767 Personen 482 Frauen in Verwaltungs- und Aufsichtsräten bzw. Kontrollausschüssen tätig. Das entspreche 17 Prozent. <BR /><BR />Maya Repele, die Geschäftsführerin der schweizerischen Handweberei Tessanda hielt einen Vortrag zu Frauen in Führungspositionen. Die Weberei sei ein reiner Frauenbetrieb und beschäftige 18 Mitarbeiterinnen aus dem Vinschgau und dem schweizerischen Münstertal. Als Frauenförderungsprojekt sei der Betrieb entstanden und besteht bis heute noch. Dabei teilte Repele ihre Erkenntnisse als Frau in einer Führungsposition. <h3> Netzwerke sind wichtig</h3>Sie vertritt die Ansicht, dass es vorteilhaft sei, sich ein Netzwerk aufzubauen, sich fortlaufend weiterzubilden und die Mentalität, dass sich Frauen in einer Opferrolle befänden, gar nicht erst anzunehmen. Stattdessen sei gefragt, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. „In einer Führungsrolle muss man mutig sein und auch Kritik aushalten können“, sagte Repele. <BR /><BR />Sie betonte außerdem die Wichtigkeit, nach den eigenen Werten zu leben und ihnen treu zu bleiben. Letzterem stimmte Roselinde Gunsch, die Bürgermeisterin von Taufers im Münstertal, bei der anschließenden Diskussionsrunde voll und ganz zu. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1032669_image" /></div> <BR /><BR />Seinen Werten treu bleiben – das sieht sie in ihrer Rolle als Bürgermeisterin ebenfalls als sehr wichtig an. Frauen seien sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik in Führungspositionen wichtig. „Es braucht die Sichtweise beider“, sagte Gunsch. <BR /><BR />Daneben gab Schwarz jungen Frauen mit auf den Weg, sich nicht in der Opferrolle zu verkriechen und sich zuzutrauen, Verantwortung zu übernehmen. <h3> Nicht entmutigen lassen</h3>„Man darf sich nicht entmutigen lassen“, betonte sie. Deshalb sei es auch so wichtig, sich ein Netzwerk aufzubauen und sich mit anderen auszutauschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. <BR /><BR />Andrea Dietrich, Obmannstellvertreterin der Raika Prad-Taufers, führte aus, dass ihr die Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel bedeute und sie deshalb auch motiviert sei, eine Führungsposition einzunehmen.