Der Lkw-Fahrer aus San Sperate, einem Dorf etwa 20 Kilometer von Sardiniens Hauptstadt Cagliari entfernt, sitzt seit mehr als 4 Monaten wegen des Vorwurfes des Mordes und Verbergens einer Leiche in Untersuchungshaft im Gefängnis . <BR /><BR />Bisher hatte er jegliche Verantwortung stets bestritten, doch am Donnerstagabend hat er den Mord an Francesca Deidda gestanden, die am 10. Mai verschwunden ist und deren Überreste am 18. Juli in einer großen Sporttasche auf dem Land zwischen Sinnai und San Vito gefunden wurden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1099665_image" /></div> <BR /><BR />Sollai war am 8. Juli, 10 Tage bevor der leblose Körper seiner Frau entdeckt wurde, inhaftiert worden. Die Autopsie ergab, dass die Frau im Schlaf auf dem Sofa ihres Hauses in San Sperate durch mehrere Schläge mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf angegriffen und getötet worden war.<h3> Motiv: Die Lebensversicherung</h3>Schon vor Sollais Geständnis war der im Fall ermittelnde Staatsanwalt Marco Cocco aufgrund einer Reihe übereinstimmender Elemente, die während der Untersuchung gesammelt wurden, von der Schuld Sollais überzeugt. Das Motiv des Mordes ist laut der Staatsanwaltschaft klar: Sollai hatte eine andere Frau und wollte die mit dem Opfer abgeschlossene Lebensversicherung im Wert von etwa 100.000 Euro kassieren.<BR /><BR />Am 18. November entschied der Kassationsgerichtshof, den inzwischen geständigen Verdächtigen in Haft zu halten, da laut den Ermittlern Fluchtgefahr bestehe. Auch die Verunreinigung von Beweisen sei noch möglich.<BR /><BR />„Ich kann nicht begreifen, was ich getan habe“, sagte Sollai in seinem 4 stundenlangen Geständnis in Anwesenheit seiner Anwälte Carlo Demurtas und Laura Pirarba. Der Mann bestätigte, dass er seine Frau mit einem Hammer getötet habe. „Nach langer Überlegung und einer Reihe von Gesprächen mit uns, in denen wir alle Erkenntnisse geprüft haben, hat sich Sollai entschlossen, ein umfassendes Geständnis abzulegen. In den kommenden Wochen wird es weitere Termine mit den Staatsanwälten geben, um alle Aspekte zu klären“, sagten die Anwälte.