Donnerstag, 12. September 2019

Frauenmord: Lebenslänglich für Vincenzo Paduano

Weil er nicht akzeptieren wollte, dass seine Ex-Freundin einen Neuen hatte, zündete Vincenzo Paduano die erst 22-jährige Sara Di Pietrantonio am 29. Mai 2016 unweit ihrer Wohnung auf offener Straße an. Jetzt muss er lebenslänglich hinter Gitter.

Nach dem Mord wurde Vincenzo Paduano nun zu lebenslanger Haft verurteilt. - Foto: Facebook
Nach dem Mord wurde Vincenzo Paduano nun zu lebenslanger Haft verurteilt. - Foto: Facebook

Der Fall hatte 2016 ganz Italien erschüttert: Die 22-jährige Wirtschaftsstudentin Sara Di Pietrantonio war am Abend des 29. Mai 2016 nach einem Abend mit Freunden nicht in die Wohnung zurückgekehrt, in der sie gemeinsam mit ihrer Mutter in Rom lebte.

Die Mutter machte sich auf die Suche und fand den verbrannten Leichnam ihrer Tochter am Straßenrand. Nur wenig später wurde der Ex-Freund des Opfers, Vincenzo Paduano, festgenommen: Er hatte Sara auf dem Nachhauseweg abgefangen und sie nach einem Streit über den neuen Freund, zunächst mit Benzin überschüttet und anschließend mit einer Zigarette angezündet (STOL hat berichtet).

Der tragische Fall wurde in einer Dokumentation aufbereitet, hier der Trailer:

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Stalking und Mord nun getrennt verurteilt

Zunächst war Paduano zu 30 Jahren Haft verurteilt worden, doch dann entschied das Kassationsgericht, die höchste Gerichtsbarkeit in Italien, dass der Fall erneut in zweiter Instanz ausgerollt werden müsste, da die Straftat des Stalkings nicht von jener des Mordes aufgehoben würde, wie im ersten Prozess geschehen.

Nun für beide Straftaten verurteilt, wurden die 30 Jahre Haft auf lebenslänglich ausgeweitet.

Paduano hatte nach einem stundenlangen Verhör gestanden.

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„Niemand kann Sara zurückbringen, auch nicht 10 lebenslängliche Strafen. Aber wenigstens hilft der Schmerz, den wir erleiden mussten, nun anderen Frauen, die künftig vielleicht besser vor Stalkern geschützt werden“, erklärte die Mutter nach dem Urteil laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

stol

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