Donnerstag, 07. April 2016

Freier Zugang zum Kalterer See gefordert

Am großen Montiggler See gibt es ihn schon: Den freien Zugang zum Wasser, wenn man kein Geld für ein Lido ausgeben möchte. Nun fordern die Grünen, dass auch am Kalterer See ein solcher Zugang mit Liegefläche gewährleistet wird.

Der Kalterer See soll am Militärgelände einen freien Zugang mit Liegefläche erhalten.
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Der Kalterer See soll am Militärgelände einen freien Zugang mit Liegefläche erhalten. - Foto: © D

In ihrem Beschlussantrag fordern die Grünen, dass bei der Übertragung des Militärareals am Ufer des Kaltererseesan die Gemeinde das Recht auf freien Zugang zum See und eine sanfte Nutzung des Areals gewährleistet wird.

Brigitte Foppa kritisierte, dass der See derzeit nur gegen Bezahlung zugänglich sei, abgesehen von dem Zugang, der jedoch keine Liegefläche bietet. Am Ostufer sollten weder gewerbliche Strukturen noch Parkplätze errichtet werden.

Die Debatte zum Antrag hatte bereits im Juni des Vorjahres begonnen, nun haben die Grünen zum Antrag eine neue Version vorgelegt. Darin fordern sie, auf dem Areal neben dem Platz für das Mähboot eine ausreichende Fläche für die öffentliche Nutzung als Badefläche vorzusehen oder diese an die Gemeinde abzutreten mit der Auflage, einen öffentlichen Zugang zum See zu schaffen, und auf jeden Fall eine sanfte Nutzung des Areals zu gewährleisten.

Landeshauptmann Arno Kompatscherberichtete von einer Bürgerversammlung in Kaltern. Der Vertrag sei unterschriftsreif, aber man könne das Areal erst abtreten, wenn die Gemeinde klar sage, was sie mit dem Areal vorhabe und wenn sie für die Finanzierung sorge.

Über die Restfläche sollte die Gemeinde entscheiden, da diese sie dann zu pflegen und die absolut nötige Infrastruktur zu schaffen habe - was auch nur ein Mülleimer sein könne. Auf jeden Fall sei nur eine sanfte Nutzung möglich, da es sich um ein Biotop handle. Daher könne man dem dritten Punkt zustimmen, nicht aber den beiden ersten.

Der dritte Punkt (sanfte Nutzung) wurde bei 1 Enthaltung genehmigt, die anderen wurden abgelehnt.

stol

stol