Dienstag, 27. November 2018

Freiheitsberaubung: Opfer auf Prüfstand

Die Aussagen der Polin (44), die von den Carabinieri bei Sommacampagna aus einer Obstgroßkiste befreit worden war, stehen am Prüfstand. Nachdem die Verteidigung von Reinhold Thurner (53) aus Nals, dem vorgeworfen wird, die Frau in die Kiste gesperrt zu haben, Zweifel an deren Erzählung aufgeworfen hat, hat nun auch die Staatsanwaltschaft von Verona einen Gutachter beauftragt.

Reinhold Thurner wird verdächtigt, seine frühere Lebensgefährtin in einer Obstgroßkiste gefangen gehalten zu haben.
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Reinhold Thurner wird verdächtigt, seine frühere Lebensgefährtin in einer Obstgroßkiste gefangen gehalten zu haben.

Thurner war Mitte August verhaftet und in Verona in U-Haft genommen worden. Wie berichtet, wird er verdächtigt, seine frühere Lebensgefährtin in einer Obstgroßkiste gefangen gehalten zu haben – laut deren erschütternder Erzählung ganze 2 Wochen lang. Die Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, die Einleitung eines sofortigen Hauptverfahrens gegen Thurner beantragen zu wollen. Im Raum stehen die schwerwiegenden Verdachtsmomente der Freiheitsberaubung und der Folter.

Doch eben letzteren Punkt stellen Thurners Verteidiger Paolo Fava und Mirco Zambaldo in Abrede. Sie hatten Defensivermittlungen angestrengt und glauben, auf gleich mehrere Ungereimtheiten in der Erzählung der Frau gestoßen zu sein.

In ihrem Auftrag hat die renommierte Rechtsmedizinerin Gabriela Trenchi ein Gutachten erstellt, demzufolge es zumindest zweifelhaft sei, dass die Polin 2 Wochen lang in Gefangenschaft war. 

D/rc

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol