Der Südtiroler Schützenbund, vertreten durch Landeskommandant Roland Seppi, gratulierte Durnwalder herzlich zu seinem Freispruch und nahm den Fall zum Anlass für grundsätzliche Überlegungen zur Zugehörigkeit Südtirols zum italienischen Staat. Seppi erklärte: „In Anbetracht der zahlreichen negativen Entwicklungen, die nahezu wöchentlich im Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zum italienischen Staat auftreten, ist es höchste Zeit, darüber nachzudenken. Hätte man sich rechtzeitig für eine Loslösung Südtirols von Italien engagiert, wären derartige Fälle niemals vor Gericht gelandet.“<BR /><BR />Der Schützenbund erinnerte in diesem Zusammenhang auch an Durnwalders oft zitierte Aussage: „Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“, mit der der Altlandeshauptmann stets seine Präferenz für eine Autonomie Südtirols innerhalb Italiens verdeutlicht hatte. Seppi betonte zudem, dass der Freispruch ein „mahnendes Beispiel“ sei für jene, die sich im italienischen Staat gut aufgehoben fühlen, und äußerte die Hoffnung, dass zukünftige politische Entscheidungen die nötigen Weichenstellungen für Südtirols Autonomie berücksichtigen.<h3> „Zu keinem Zeitpunkt persönlich bereichert“</h3>Auch die Südtiroler Volkspartei äußerte sich erfreut über das Urteil. SVP-Obmann Dieter Steger bezeichnete den Freispruch als „mehr als berechtigt“ und betonte, dass Durnwalder sich „nie und zu keinem Zeitpunkt persönlich bereichert“ habe. Steger sagte weiter: „Unser Gerechtigkeitsempfinden war immer jenes, dass Luis Durnwalder freigesprochen wird.“ Besonders hob Steger die menschliche Erleichterung und Freude über das Urteil hervor. <BR /><BR />Harald Stauder, Fraktionssprecher und SVP-Landessekretär, äußerte sich ebenfalls positiv: „Ich kenne kaum jemanden, der ernsthaft in Zweifel zieht, dass Luis Durnwalder über Jahrzehnte nach besten Wissen und Gewissen für das Land und seine Leute gearbeitet hat und auch wesentlich zu dessen Entwicklung und Wohlstand beigetragen hat.“ Das langwierige Verfahren habe für viele bedrückend gewirkt, umso mehr sei der Freispruch ein Grund zur Freude.<BR /><BR />Im Namen der Parteiführung wünschte die SVP Durnwalder alles Gute und äußerte ihre gemeinsame Freude über das Ende der gerichtlichen Auseinandersetzung.