Ein ganztägiger Kongress ist dem Thema „Rettung von den höchsten Bergen der Welt“ am 5. November in Brixen gewidmet, der vom EURAC-Institut für Alpine Notfallmedizin im Rahmen des Bergfestivals IMS organisiert wird.Bergrettung in extremen Höhen – eine Problematik, die Alpinisten und Bergretter bereits seit den 1980er Jahren beschäftigt, als die Internationale Vereinigung der Alpinismusverbände (UIAA) einen ethischen Kodex festlegte, der fortan für Expeditionen gelten sollte. Angesichts der technologischen Entwicklungen im Bereich der Berg- und Flugrettung sowie der Veränderungen im globalisierten Phänomen des „Extrem-Bergsports“, ist die Diskussion innerhalb der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen (IKAR) erneut entflammt.Diskutiert wird bei der Veranstaltung am 5. November in Brixen insbesondere die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, eine hochspezialisierte Bergrettungseinheit mit Sitz in Europa einzurichten, die für Fernrettungen weltweit eingesetzt werden kann, oder ob nicht die Ausbildung von Bergrettern und Einrichtung von Basispunkten vor Ort – nach dem Beispiel von Air Zermatt in Nepal – effizienter ist. International bekannte Bergsteiger sowie Bergretter sprechen ab 9 Uhr über tragische und geglückte Rettungsaktionen. So berichtet der Alpinist Simone Moro darüber, wie er bei seiner Besteigung des Lhotse auf bereits über 8.000 Metern auf den Gipfel verzichtete und stattdessen einem jungen britischen Bergsteiger das Leben rettete. Nazir Ahmed Sabir, Präsident des pakistanischen Alpenvereins, und Buddha Basnyat aus Kathmandu, Chefarzt der nepalesischen Bergrettung und Präsident der UIAA, berichten, wie es derzeit um die Bergrettung in Pakistan und Nepal bestellt ist. Der österreichische Transplantationschirurg Raimund Margreiter spricht über die historische Bergrettungsaktion am Mount Kenya im Jahr 1970, an der er selbst beteiligt war.Reinhold Messner nimmt neben weiteren hochkarätigen Referenten an der Podiumsdiskussion ab 15 Uhr teil.Weitere Informationen und das Veranstaltungsprogramm gibt es im Internet.