Hier schildert sie ihre Beweggründe und berichtet von ihrer Tätigkeit bei der Telefonseelsorge. <BR /><BR />Seit 2014 arbeitet Christine Pörnbacher ehrenamtlich für die Telefonseelsorge der Caritas. „Nach meiner Pensionierung habe ich etwas gesucht, das mich herausfordert, und wollte noch einmal etwas Neues ausprobieren“, erzählt sie. Seitdem übernimmt sie zwei bis drei Dienste im Monat, das sind zwischen 12 und 15 Stunden – Zeit, in der sie Menschen in Krisen und belastenden Lebenssituationen unterstützt. <h3> Das Telefon steht selten still</h3>„Die Tätigkeit erfüllt mich und gibt mir die Möglichkeit, etwas für die Gesellschaft zu tun“, erklärt Pörnbacher ihre Beweggründe. Sie hört den Menschen zu, die einsam sind oder einfach über das sprechen möchten, was sie gerade bewegt. Das Telefon steht selten still. Im Jahr 2025 verzeichnete die Telefonseelsorge über 13.000 Anrufe – ein Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit manchen Anrufern spricht sie immer wieder. „Eine ältere Dame mit Depressionen ruft regelmäßig an. Sie ist sehr dankbar, dass wir für sie da sind und ihr zuhören.“ Es sind solche Momente der Dankbarkeit, die Pörnbacher zeigen, dass ihre Tätigkeit sinnvoll ist. <h3> „Es braucht Zeit“</h3>Aber auch ihr selbst gibt der Freiwilligendienst viel zurück: soziale Kontakte, ein Arbeitsumfeld, Kollegen. Man trägt sich gegenseitig, wenn man mit schwierigen Situationen konfrontiert wird. Regelmäßig findet zudem eine sogenannte Supervision statt: Die Telefonseelsorger sprechen mit einer Fachkraft über ihre Erfahrungen und Herausforderungen im Dienst. „Und dann ist da noch der Glaube, der mich trägt und mir Kraft gibt“, sagt Pörnbacher. <BR /><BR />Was würde sie Interessierten raten? „Bei der Telefonseelsorge geht es ganz viel ums Zuhören. Wäre das eine Aufgabe für mich? Und es braucht Zuverlässigkeit und Zeit.“ Neben den Diensten und der Supervision absolvieren die Freiwilligen auch Weiterbildungen. Wer Zeit hat und ein klein wenig davon anderen schenkt, der wird mit Freude und innerer Erfüllung belohnt, wie Christine Pörnbacher zeigt. <BR /><BR /><b>Reden hilft. Schreiben auch. Wir sind da.</b><BR />Telefonseelsorge 0471 05 20 52 (rund um die Uhr)<BR />www.telefonseelsorge.bz.it für die Mailberatung und den Chatraum; Chat immer von Montag bis Donnerstag von 18 bis 21 Uhr.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315638_image" /></div>