Dienstag, 21. Februar 2017

Freiwillige Dienste: 370 neue Stellen

Die Landesregierung hat rund 1,5 Millionen Euro für die drei Freiwilligendienste bereitgestellt – für neue Beauftragungen und für Verlängerungen.

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Foto: © shutterstock

Das Interesse der Südtiroler, bei nicht gewinnorientierten Organisationen (Onlus) tätig zu sein, ist ungebrochen – 471 haben allein 2016 angesucht, Freiwilligenarbeit zu leisten, 400 Einsätze wurden genehmigt.

Die Onlus wiederum sind auf ihre Hilfe angewiesen, da sie manche Leistungen sonst gar nicht mehr bereitstellen könnten. Das Land Südtirol stellt den Freiwilligen eine kleine Spesenrückvergütung bereit und legt die maximale Anzahl neuer Beschäftigungen in den drei Kategorien Landeszivildienst, freiwilliger Sozialdienst und freiwilliger Ferieneinsatz fest.

„Eine der wertvollsten Ressourcen der Südtiroler“

Insgesamt stellt das Land heuer 1,5 Millionen Euro bereit, also rund 10 Prozent mehr als 2016, wie das Programm des Landesamtes für Kabinettsangelegenheiten für 2017 vorsieht.

„Die Freiwilligenarbeit ist eine unserer wertvollsten Ressourcen und großen Stärken der Südtiroler – und diese gehören entsprechend wertgeschätzt und genutzt“, sagt dazu Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Die Einsatzbereiche, in denen Freiwillige ihre Kenntnisse und Fähigkeiten der Gesellschaft zur Verfügung stellen, reichen von der gesundheitlichen und sozialen Fürsorge über entwicklungspolitische Bewusstseinsbildung, Zivil- und Umweltschutz bis hin zu Bildung, Jugendarbeit und Verbraucherschutz.

2016 konnten durch mehr vom Land zur Verfügung gestellte Mittel überdurchschnittlich viele neue Stellen geschaffen werden, die nun auch zwei Drittel der Mittel für 2017 beanspruchen.

Im September 2016 traten 113 neue Zivildienstleistende ihre Stellen an. Für Jugendliche im Alter zwischen 18 und 28 Jahren stehen ab Herbst zusätzlich 150 neue Stellen bereit. Die Freiwilligen erhalten eine monatliche Spesenrückvergütung von 450 Euro.

Auch für den Sozialdienst, den Erwachsene ab 29 Jahren leisten, konnte die Landesverwaltung im vergangenen Jahr 120 neue Freiwilligenstellen genehmigen, insgesamt 165 sind es, die im Jahr 2017 weiterhin im Sozialdienst tätig sein werden.

Heuer können zudem 100 neue Ansuchen berücksichtigt werden. Die monatliche Spesenrückvergütung beläuft sich je nach Stundenanzahl auf 300 bis 400 Euro. „Vor allem im Sozialsektor schätzen es die Organisationen, wenn die Verträge verlängert werden können, weil diese Freiwilligen dann schon mehr Erfahrung in ihre Arbeit einbringen als Neulinge“, erklärt der Landeshauptmann.

120 Einsatzplätze für Schüler

Für den freiwilligen Ferieneinsatz für Schüler zwischen 15 und 19 Jahren ist die Anzahl der Einsatzplätze bei 120 geblieben. Die Vergütung beläuft sich auf 80 Euro pro Woche bei einer Einsatzdauer von sechs bis acht Wochen. Das entspricht etwa 320 Euro pro Monat – und zwar bei 30 Wochenstunden.

lpa/stol

stol