Im Kindergarten werden Vorschulkinder auf den Schuleintritt vorbereitet. Für einige Kinder im deutschsprachigen Kindergarten ist der tägliche Umgang auf Deutsch neu. Das HIPPY-Programm setzt hier an und stärkt diese Kinder und ihre Familien in der Spracherlernung. HIPPY ist auf 2 Jahre angelegt und endet mit dem Schuleintritt der betreuten Kinder. Es ist ein Programm von IMPULS Deutschland Stiftung e.V. und wird von der Caritas Diözese Bozen-Brixen im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Pustertal durchgeführt.<h3> Hausbesucherinnen und Spiel- und Lernmaterialien</h3>Wie Caritas-Mitarbeiterin Eva Maria Burgmann erklärt, sieht das Programm vor, dass ausgebildete Hausbesucherinnen des selben Kulturkreises altersgerechte Spiel- und Lernmaterialien (Bilderbücher und Begleithefte) in die Familien der Kinder mitbringen. Bis zu 2 Jahre lang wird so vorwiegend mit den Bezugspersonen der Kindergartenkinder die deutsche Sprache spielerisch geübt.<BR /><BR />„Eine zentrale Methode des Programms ist der Dialog zwischen den Beteiligten anhand der verschiedenen Kapitel der Übungshefte“, erklärt Burgmann. Das Kommunizieren in der Muttersprache zwischen Hausbesucherin und Mutter fördert die Gelassenheit im Aneignen der neuen Sprache sowie die Kreativität und die Freude in der Interaktion.<h3> Erfahrungen bisher positiv</h3>Die bisherigen Erfahrungen mit dem Programm sind durchwegs positiv: „ Alle Nutzerinnen nehmen sich bisher täglich Zeit für das Programm, sind zuverlässig und organisieren sich außerhalb der Hausbesuchszeiten unserer Mitarbeiterinnen sehr gut selber und geben auch wöchentlich Rückmeldungen“, erklärt Burgmann.<BR /><BR />Auch was die Hausbesucherinnen betrifft, mache es ihr viel Freude zu sehen, wie sehr diese aus sich herausgehen und ihre Fähigkeiten im Laufe der Vorbereitungen der Übungshefte entdecken. Mit Freude und Energie würden sie in einem vertrauten Rahmen Menschen unterstützen, eine neue Sprache zu erlernen, so wie sie es selbst einmal taten.<BR /><BR />Als Herausforderung habe sich die terminliche Verfügbarkeit der teilnehmenden Mütter für Gruppentreffen gezeigt, zumal die Frauen sehr unterschiedliche Tätigkeiten und Rhythmen verfolgen und einige Mütter auch noch nicht den Mut hätten, mit ihren Fähigkeiten nach außen zu gehen. „Sie dahingehend zu stärken wird ein wichtiger Auftrag für uns sein, welchen wir in einem zweiten Schritt angehen werden“, sagt Burgmann.<h3> Gruppentreffen für teilnehmende Mütter</h3>Bei der Suche nach Familien sei zudem zu beobachten, dass einige Familien selbst Vorurteile gegenüber Personen des eigenen Kulturkreises haben und teilweise wenig offen sind für die regelmäßigen Hausbesuche. Für alle teilnehmenden Mütter finden zudem Gruppentreffen statt, in denen z.B. pädagogische, gesundheitliche oder andere Familienthemen mit Expertinnen besprochen werden. Dies bietet den Familien einen gemeinsamen Begegnungsraum, fördert die soziale Integration und Vernetzung.<BR /><BR /><BR />