<BR /><BR />Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame und die Basilika von Montmartre sind auch so ein echter Hingucker – in den letzten beiden Tagen machte sie der Schneefall in der Pariser Region zu einem seltenen Spektakel für Einheimische und Urlauber. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258776_image" /></div> <BR /><BR />Erst gegen Mittag fallen am Mittwoch keine Flocken mehr vom Pariser Himmel. Damit haben die Skifahrer ausreichend Zeit für eine sehr kurze Abfahrt auf dem Rasen neben der großen Treppe, die zur Sacré-Cœur-Basilika von Montmartre führt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258779_image" /></div> <BR /><BR />Den Hügel kann man über engere Treppen und Straßen – oder aber mit dem Schrägaufzug von Montmartre bezwingen. Interessanterweise ist der Andrang bei der „Bergstation“ groß, während „im Tal“ gähnende Leere herrscht. Was für Notfälle im alpinen Gelände gilt, scheint überall im steilen Gelände mit Rutschgefahr zu gelten: Beim Abstieg ereignen sich Unfälle mit höherer Wahrscheinlichkeit als beim Aufstieg.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258782_image" /></div> <div class="img-embed"><embed id="1258785_image" /></div> <BR /><BR />Die Schließung der Haupttreppe aufgrund der Wetterbedingungen hält viele Menschen jedenfalls nicht davon ab, über die Absperrungen zu klettern. Schillernde Pfeifen kündigen das Eintreffen der Sicherheitskräfte an, die die Schaulustigen auffordern, den Bereich zu räumen.<BR /><BR /><h3> Friedhof aus Sicherheitsgründen gesperrt</h3> Der Schnee verhindert nicht nur den Zugang zur Haupttreppe von Montmartre, sondern zwingt auch die Verwaltung des größten Friedhofs von Paris, Père-Lachaise, zur Schließung für alle mit Ausnahme von Trauerzügen. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258788_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258791_image" /></div> <BR /><BR />Ein Spaziergang im weltweit ersten Friedhof, der auch als Park für die Lebenden konzipiert wurde, ist auch ohne Schnee beeindruckend, mit zahlreichen regelrechten Schreinen als Familiengräber und unter den rund eine Million bestatteten Menschen bekannte Namen wie Oscar Wilde, Jim Morrison und Edith Piaf. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258794_image" /></div> <BR /><BR />Doch Sicherheit geht vor: Die Bevölkerung wird vor Gefahren bewahrt, die sie unbewusst eingehen könnte. Warnhinweise und Sperren reichen aber können aber nicht alle Bürger vor Gefahren bewahren. Geht man vom Eingang des Père-Lachaise vor der gleichnamigen U-Bahn-Station um die Ecke, steht man vor der Abzweigung zwischen den belebten Avenue Gambetta und Rue des Amandiers. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258797_image" /></div> <BR /><BR />Unter den Cafés und Restaurants fällt ein Lokal besonders ins Auge: Es gehört zum Gebäude, das die beiden Straßen trennt, genießt mehr Sichtbarkeit gegenüber den anderen Lokalen, auch dank dem breiten Trottoir vor der Terrasse. <BR /><BR /><h3> Obdachlose schlafen bei Schneefall im Freien </h3> Will man die Bar aufsuchen, riskiert man am Mittwoch aber über zwei Schlafsäcke zu stolpern, die direkt vor dem Lokal liegen. Dabei steigt ein beißender Geruch in die Nase, was den Verdacht weckt, dass es sich mehr als nur übel riechende Textilien handelt. Bei Schneefall und Wind bewegen sich die Schlafsäcke – die Hand eines Obdachlosen schlüpft plötzlich heraus. Keine Hilfe suchende Geste: Er zieht den Schlafsack lediglich enger um seinen Körper. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258800_image" /></div> <BR /><BR />Zelte stehen das ganze Jahr über selbst im Herzen von Paris sowie unter den zahlreichen Brücken der 35 Kilometer langen Boulevard périphérique, die Ringstraße von Paris, oder an den Ufern der Seine: Ein komplett eingeschneites Zeltlager hatte am ersten Tag des Schneefalls in Paris bereits für Empörung gesorgt, mehrere Vereine hatten der öffentlichen Verwaltung Untätigkeit vorgeworfen. <h3> Pariser bleiben dank dichtem Métro-Netz mobil</h3> Trotz bis zu 1.000 Kilometern Staus, lahmgelegtem Busverkehr und Verspätungen und Ausfällen im Regionalen Expressnetz (RER A bis E – fünf Zuglinien, die den Großraum Paris bedienen), bleiben ein Großteil der Pariser mobil. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258803_image" /></div> <BR /><BR />Die meisten der zahlreichen U-Bahn-Linien, von denen vier mittlerweile voll automatisiert sind und ohne Triebwerkfahrer verkehren, waren nur marginal von den Auswirkungen des Schneefalls betroffen. Dies ermöglicht es auch, einen kurzen Abstecher in die Vororte der Metropole zu unternehmen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258806_image" /></div> <BR /><div class="img-embed"><embed id="1258809_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Am späten Mittwochnachmittag hat es seit Stunden nicht mehr geschneit, die meisten Gehsteige und Straßen von Paris sind geräumt – nicht so in der Banlieue. „Da sieht man, wohin das öffentliche Geld fließt“, vergleicht eine Passagierin die unberührte Eis- und Schneedecke vor dem Bahnhof von Saint-Denis mit den geräumten Straßen der Hauptstadt.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />.