Sonntag, 22. November 2020

„Südtirol testet“: Freude über Zusammenhalt am dritten Tag

Das südtirolweite Corona-Screening ist zu Ende: Über den Verlauf berichteten am Abend des dritten Tags Landeshauptmann Arno Kompatscher, Projektleiter Patrick Franzoni sowie die Präsidentin des Weißen Kreuzes, Barbara Siri, und Landesfeuerwehrpräsident Wolfram Gapp.

Wolfram Gapp (von links), Patrick Franzoni, Barbara Siri und Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz.
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Wolfram Gapp (von links), Patrick Franzoni, Barbara Siri und Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz. - Foto: © LPA/Fabio Brucculeri
Die Bilanz nach der Schließung der Teststationen am Sonntag: Insgesamt 343.227 Personen haben sich in Südtirols 116 Gemeinden im Rahmen der Aktion „Südtirol testet“ dem Corona-Schnelltest unterzogen, 155.362 davon in Bozen.

Bei 3185 Personen wies der Antigen-Test das Coronavirus Sars-CoV-2 nach. Somit wurden 61,9 Prozent der Südtiroler Bevölkerung getestet, 0,9 Prozent davon mit einem positiven Testergebnis.

Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigte sich erfreut, über das „großartige“ Ergebnis, das die optimistischen Erwartungen übertroffen habe und auf das die Südtiroler stolz sein könnten. „Südtirol hat gezeigt, dass es ein starkes Land ist, mit starken Organisationen und vor allem mit Menschen, die wissen, was Zusammenhalt ist“, betonte der Landeshauptmann.

„Genau jetzt braucht es weiter Disziplin“

„Dieses Ergebnis hat uns allen in Südtirol und vor allem dem Gesundheitswesen sehr viel gebracht, nämlich die Kontrolle wieder zurückzubekommen und die Möglichkeit zu haben, schrittweise ab dem 30. November wieder öffnen zu können“.

Kleinkindbetreuung, Kindergarten und Grundschule starten bereits am Dienstag wieder in Präsenz.

Die aktuelle Verordnung allerdings gilt noch bis zum 30. November.
„Denn genau jetzt heißt es, besonders diszipliniert sein, um das gemeinsam Erreichte nicht zunichte zu machen“, unterstrich Kompatscher.

„Über 3000 positiv Getestete mögen wenig erscheinen, aber bei einer Reproduktionszahl R von 1,5, wie letzthin in Südtirol, würden diese potenziell 4500 weitere anstecken, die dann 6750 anstecken, womit man in einer Woche theoretisch auf mehr als 95.000 Ansteckungen hätte kommen können“, rechnete Kompatscher vor, welchen Wert die gemeinsame Aktion hat.

Alle Anwesenden riefen dazu auf, weiterhin die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, also weiter Mund-Nasenschutz zu tragen, Abstand zu halten, häufig die Hände zu waschen, Treffen mit Menschen aus anderen Haushalten zu vermeiden und die Vorgaben der Verordnung einzuhalten. Dies gelte vor allem auch bei negativem Testergebnis.

Die Präsidentin des Weißen Kreuzes, Barbara Siri, und Landesfeuerwehrpräsident Wolfram Gapp verwiesen auf das gute Zusammenspiel aller, die in den 3 Testtagen im Einsatz waren. Im Namen der Landesregierung dankte der Landeshauptmann allen, die sich testen ließen, und allen, die mitgeholfen haben: vom Sanitätsbetrieb über den Bevölkerungsschutz, die Rettungsdienste Weißes Kreuz und Rotes Kreuz, die Ordnungskräfte, den Landesfeuerwehrverband, die Gemeinden bis hin zur Landesverwaltung und allen freiwilligen Helfern.

lpa/sabes