Freitag, 26. November 2021

Friaul ab Montag gelbe Zone – Einzelne Gemeinden verschärfen Regeln

Die Regierung Draghi verteidigt die neuesten Corona-Restriktionen als einzigen Weg, um in der Weihnachtszeit die Aktivitäten nicht schließen zu müssen. Friaul-Julisch Venetien wird am Montag voraussichtlich als erste italienische Region als gelbe Zone eingestuft.

Friaul-Julisch Venetien wechsel voraussichtlich in die gelbe Zone.
Friaul-Julisch Venetien wechsel voraussichtlich in die gelbe Zone. - Foto: © ANSA / Andrea Fasani
Friaul-Julisch Venetien wird am kommenden Montag angesichts zunehmender Infektionszahlen und steigender Belastung des Gesundheitssystems voraussichtlich in die gelbe Zone wechseln.

Die mit dem Super Green Pass eingeführten neuen Beschränkungen werden daher um eine Woche vorgezogen. So die Entscheidung des friaulischen Präsidenten Massimiliano Fedriga in Abstimmung mit der Regierung in Rom.

Im Rest Italiens treten sie ab dem 6. Dezember in Kraft. STOL hat berichtet.

Gemeinden verschärfen Corona-Regeln

Auch einzelne Gemeinden verschärfen die Schutzmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. So erließ der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala eine Verordnung, die das Tragen von Masken im Freien während der Weihnachtszeit im Stadtzentrum vorschreibt. Die Verordnung gilt ab Samstag bis zum 31. Dezember im Zeitfenster zwischen 10 und 22 Uhr. Wer der Maskenpflicht nicht nachkommt, muss mit einem Bußgeld zwischen 400 und 3000 Euro rechnen.

Der Stadtrat beschloss, die Anordnung zu erlassen, „um eine weitere negative Entwicklung der Pandemiesituation auf dem Gebiet der Stadt Mailand zu verhindern“, da in der Weihnachtszeit ein starker Zustrom von Menschen in das Zentrum zu erwarten sei. Der Bürgermeister will mit seiner Maßnahme auch verhindern, dass Demonstranten gegen den Grünen Pass bei Protestkundgebungen samstags keine Maske tragen. Eine Maskenpflicht führte auch der Bürgermeister von Bergamo Giorgio Gori ein.

Auch in Südtirol wurden bereits am vergangenem Montag strengere Regeln beschlossen: Es gilt unter anderem eine Maskenpflicht auch im Freien, wenn es nicht möglich ist, den Personenabstand von einem Meter ständig einzuhalten.

20 Südtiroler Gemeinden wurden als rote Zonen eingestuft, dort gelten noch strengere Regeln, wie etwa eine Ausgangssperre zwischen 20 und 5 Uhr.

Wie berichtet, soll die Situation für alle Gemeinden jeden Freitag neu bewertet werden.

Unmut bei Hotelierverband wegen 3G-Regelung

Die Einführung der Green Pass-Pflicht für Hotels löst Unmut beim Hotelierverband Federalberghi aus. „Wir haben volles Verständnis für die Notlage, in der wir uns aufgrund der Pandemie befinden. Aus diesem Grund stellen wir die von der Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen nicht in Frage. Wir werfen lediglich die Frage der Ungleichbehandlung auf: Hotels, die bereits unter der starken Konkurrenz anderer Formen des Gastgewerbes leiden, müssen die neuen Bestimmungen strikt einhalten, was bei Kurzzeitvermietungen nicht der Fall ist“, sagte Bernabò Bocca, Präsident von Federalberghi.

mit/pho

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