Donnerstag, 06. Mai 2021

Friaul gedenkt dem schweren Erdbeben vor 45 Jahren

Die Region Friaul Julisch Venetien hat am Donnerstag dem verheerenden Erdbeben vor 45 Jahren gedacht, bei dem rund 1000 Menschen starben und Zehntausende obdachlos wurden.

Das Erdbeben hatte enorme Schäden angerichtet.
Das Erdbeben hatte enorme Schäden angerichtet. - Foto: © Archivbild
„Der 6. Mai 1976 ist ein Datum, das wir nie vergessen werden“, sagte Roberto Revelant, Bürgermeister von Gemona del Friuli in der Provinz Udine, Epizentrum des schweren Erdbebens. Gedenkzeremonien fanden in Gemona und in anderen Ortschaften Friauls statt.

Friaul wurde am 6. Mai 1976 um 20.59 Uhr von den Erdstößen erschüttert, welche die Stärke 8 bis 9 auf der 12-stufigen Mercalli-Skala erreichten. Das Hauptbeben dauerte zwar nur rund eine Minute, die Schäden waren jedoch enorm. Auch Kärnten war betroffen, das Gailtal wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Zweiter Erdstoß 4 Monate nach erstem Beben

Die Erdstöße waren bis Wien und bis weit nach Bayern hinein spürbar. Ursache war eine Verschiebung der afrikanischen Platte unter die europäische in einer Tiefe von etwa 15 Kilometern. Neben den Todesopfern wurden 3000 Verletzte und Zehntausende Obdachlose gemeldet. Die meisten Ortschaften im Kanaltal wurden teils zerstört.

4 Monate nach dem ersten Beben erschütterte am 15. September 1976 ein zweiter Erdstoß die Region. Gebäude, die im Mai noch stehen geblieben waren, fielen in sich zusammen. Innerhalb weniger Sekunden erhöhte sich die Zahl der Obdachlosen von 40.000 auf 70.000.


apa/stol

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