Donnerstag, 28. November 2019

Fridays for Future: Schüler streiken wieder fürs Klima

Am Freitag wird weltweit und auch in Südtirol wieder für eine bessere Klimaschutzpolitik gestreikt. Die Fridays For Future Southtyrol Bewegung hat zum Treffpunkt um 11 Uhr am Verdi-Platz vor dem Stadttheater in Bozen geladen. Hunderte Schüler sind dem Aufruf gefolgt.

Zahlreiche Schüler nahmen an der Klima-Demo in Bozen am Freitag teil. - Foto: © DLife

Schüler und Studenten aus allen Südtiroler Landesteilen haben am Freitagvormittag in Bozen für mehr Klimaschutz demonstriert. Ausgehend vom Verdi-Platz zogen die Jugendlichen bis auf den Mazzini-Platz.

Die Botschaften auf den Plakaten und Transparenten hatten eine deutliche Sprache genauso wie ihre Slogans: „Wir weinen mit den Gletschern“, „More fish less plastic“, „Wer Umweltprobleme nicht ernst nimmt, ist selber eins“, „Cambiamo le nostre abitudini - non il clima“, „Ende der Schonzeit“ oder „There is no planet B“. Einige Schüler trugen Atemschutzmasken.

Green Friday und nicht Black Friday“

Die Fridays for Future- Bewegung forderte heute außerdem auch das Ende des Aktionstages Black Friday. Der ungebremste Konsum widerspreche sämtlichen Klimazielen. Die Bewegung appelliert mit dem Slogan an Verbraucher, insgesamt weniger zu konsumieren.





„ 2 Monate sind bereits seit dem letzten „Global Strike“ vergangen. Wie die Zeit vergangen ist, so haben uns auch die warmen Sonnentage verlassen und den extremen und unvorhersehbaren Wetterereignissen der letzten Wochen Platz gemacht. Diese Ereignisse haben wieder einmal gezeigt, dass der Klimawandel schon längst eingetreten ist und keine Erfindung von Schülern und Schülerinnen ist, um eine Entschuldigung zu haben, die Schule zu schwänzen.Wir stehen vor einer Zeit, die von einem tiefgreifenden Klimawandel charakterisiert sein wird, der das Ende vieler Tier und Pflanzenarten bedeuten wird und der niemanden in die Augen schauen wird, wenn wir nicht jetzt handeln und eine wirtschaftliche und soziale Wende einleiten. Diese Wende betrifft uns alle. Das was junge und erwachsene Menschen auf der ganzen Welt verlangen, wenn sie auf die Straße gehen, ist eine Zukunft! Sie verlangen diese laut, mit einer Stimme, mit der Stimme der Vernunft„, so die Fridays For Future Southtyrol -Bewegung in einer Mitteilung.

In 140 italienischen Städten wurde gestreikt

In Rom versammelten sich 20.000 Schüler am Vormittag auf dem zentralen „Piazza del Popolo“ und folgten damit einem Appell der Bewegung FridaysForFuture. Dabei skandierten sie Sprüche wie „Wir haben nur einen Planeten“ oder „Wir sind der Wandel“.

In rund 140 italienischen Städten waren die FridaysForFuture-Schülerdemos angekündigt. Von Bologna, Turin über Cagliari auf Sardinien bis nach Bari in Apulien. In Mailand riefen die Schüler: „Regierungen werdet aktiv, die Zeit läuft aus.“

Greta Thunberg grüßt von hoher See


„Die Zeit zum Handeln ist jetzt gekommen, wir müssen unseren Vorgesetzten und Politikern zeigen, dass wir die Macht haben, das System herunterzufahren. Wir haben die Macht, Entscheidungen darüber zu treffen, was gebaut wird, wie Energie produziert wird. Und darüber, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.“

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Mitten aus dem Atlantik hatte sich zuvor von Bord der Yacht „La Vagabonde“ Greta Thunberg gemeldet, die sich derzeit auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz befindet. Unter ein paar satellitenfreundlich niedrig aufgelöste Fotos schrieb die 16-Jährige, die Nachricht des durch die EU ausgerufenen Klimanotstands habe sie auf Hoher See erreicht. Man könne eine Krise nicht lösen, ohne sie auch als solche zu behandeln.



stol